Bandit Winnie Harold muss bei jeder Gelegenheit beweisen, dass er der schnellste Schütze ist. Als die Nachricht, dass der Revolverheld in Silver Rapids einen Mann erschossen hat, nach Cross Creek gelangt, reagiert Drugstorebesitzer George Temple (Glenn Ford, Foto, r.) merkwürdig. Plötzlich behauptet er im Saloon, niemand sei mit der Waffe schneller als er. Für seine Nachbarn gibt es nur eine Erklärung dafür: George hat zu viel getrunken. Umso verblüffter sind sie, als Temple ihnen zeigt, wie er schießen kann. Nach einem Banküberfall in Yellow Fork kommen Harold und seine Komplizen nach Cross Creek. Als der gefürchtete Bandit erfährt, was für ein hervorragender Schütze dort lebt, verlangt er, dass dieser gegen ihn antritt, andernfalls will er die Stadt in Brand stecken...

Regisseur Russell Rouse drehte diesen spannenden Western mit einem tollen Showdown nach seinem eigenen Drehbuch, an dem auch Frank D. Gilroy ("Zwischen zwölf und drei", "Sechs Jazzer im Dreivierteltakt") mitarbeitete. In der Hauptrolle glänzt hier der 2006 verstorbene Charaktermime Glenn Ford, der den Westener in vielen weiteren sehenswerten Genrewerken wie etwa "Nebraska" und "Der gnadenlose Ritt" gab. Hier ist er der eigentlich zurückhaltende Drugstorebesitzer, der sich entscheiden muss: entweder er tritt im Duell gegen den gefährlichen Outlaw an - oder seine Existenz und seine Stadt werden zerstört. Als sein skrupelloser Gegenspieler überzeugt Oscar-Preisträger Broderick Crawford ("Der Mann, der herrschen wollte"), der in seiner fast 40 Jahre währenden Hollywood-Karriere in über 140 Filmen spielte. Ford und Crawford standen zuvor bereits in Fritz Langs Drama "Lebensgier" (1954) und in Henry Levins film noir "Das graue Tor zur Hölle" (1950) gemeinsam vor der Kamera.

Foto: ARD/Degeto