Die Geschwister Lisbeth und Paul leben sozusagen in einer inzestuösen Gemeinschaft. Eines Tages wird Paul "verletzt" nach Hause gebracht: Ein Schneeball seines Mitschülers Dargélos hat ihn an der Brust getroffen und in die Ohnmacht befördert. Der Hausarzt stellt einen Herzfehler fest und verordnet strikte Bettruhe. Lisbeth wird Paul pflegen, die Mutter vegetiert in ihrer Alkoholabhängigkeit vor sich hin. In aller Ruhe können die beiden so "ihr Spiel spielen". Aber ihre symbiotische Gemeinschaft, ihr ständiges Sich-Gegenseitig-Necken, schließt andere aus. Als ersten trifft es Gérard, der sich in Lisbeth verliebt, aber chancenlos ist. Trotzdem bitten ihn die beiden immer wieder zu sich. Als die Mutter stirbt, geht Lisbeth als Mannequin arbeiten und bringt eines Tages Agathe mit nach Hause. Paul ist bei ihrem Anblick hochgradig verwirrt ob ihrer Ähnlichkeit mit Dargélos...

Nach einer Geschichte von Frankreichs Poet und Künstler Jean Cocteau - er pflegte eine Beziehung mit Schauspieler Jean Marais - drehte Jean-Pierre Melville eine poetische und überaus tragische Story. Dabei setzte der Regisseur wieder auf packende Schwarz-Weiß-Bilder, die oft an den italienischen Neorealismus erinnern.