Die 14-jährige Jéssica lebt in einem kleinen Dorf im brasilianischen Hinterland. Der Stiefvater vergewaltigt sie, die Mutter sieht weg. Jéssica hält ihr Leben nicht mehr aus und verlässt ihre trostlose Heimat, um in der Großstadt ihr Glück zu finden. Doch das Mädchen landet in einem Sumpf von Prostitution und Drogen, aus dem sie hofft, gerettet zu werden ...

Der brasilianische Regisseur Paulo Caldas taucht in dem mehrfach preisgekrönten Werk tief in das trockene Niemandsland im nordöstlichen Teil seiner Heimat ein, das von Arbeitslosigkeit, verlorenen Illusionen und Abwanderung geprägt ist. Besonders die junge Generation - für die die weibliche Hauptfigur stellvertretend steht - flieht aus diesen Menschen feindlichen Lebensbedingungen - auf der Suche nach einem neuen und glücklicheren Leben. Doch nur für wenige gehen die Hoffnungen in Erfüllung, die meisten landen in den Großstädten in einem scheinbar - erneut aussichtslosen - Kreislauf aus Prostitution, Sextourismus, Drogenmissbrauch und menschliche Kälte.

Foto: ZDF/noirfilm/Jordão