Anfang der Siebzigerjahre eröffnete Terri Hooley in Belfast - die Stadt war seinerzeit bekannt für die gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen militanten Gruppen der Katholiken und Protestanten - seinen Plattenladen "Good Vibrations". Dies war der Beginn einer einzigartigen Erfolgsgeschichte, denn niemand - am wenigsten wohl Hooley - hatte mit einem solch durchschlagenden Erfolg gerechnet. Denn der Laden entwickelte sich in der Folgezeit zum Treffpunkt der nordirischen Underground-Szene, von Punks, Nerds, Rebellen und Teenies. Doch damit nicht genug, Hooley gründete ein gleichnamiges Label und wurde zum Konzertveranstalter, der Bands wie "The Undertones", "Rudi" und "The Outcasts" förderte.

Das Regieduo Lisa Barros D'Sa und Glenn Leyburn erzählt in seinem Musikfilm die wahre Geschichte des Terri Hooley, der sich dem Konflikt in seiner Heimat mit einer Vision entgegenstellte: Musik statt Hass und Auseinandersetzungen. Wie kein anderer hat der "Godfather of Punk" damit die Musikgeschichte Belfasts geprägt und die Macht der Muasik aufgezeigt. Unterlegt von den Songs der oben bereits erwähnten "Undertones", "Rudi" und "The Outcasts", "The Shangri-Las", von David Bowie und Suicide ist "Good Vibrations" nicht nur die Geschichte seines mutigen Protagonisten, der seinen Belfaster Plattenladen schließlich 2011 zumachte, sondern auch ein sehenswertes Porträt Belfasts und seiner lebendigen wie zukunftsweisenden Musikszene. "Good Vibrations" war 2014 für einen BAFTA-Award nominiert und gewann zahlreiche Preise auf Filmfestivals.



Foto: Rapid Eye Movies