Er gehört zu den bekanntesten Singer/Songwritern seiner Generation, mit Bands wie "Buffalo Springfield", "Crosby, Stills, Nash & Young" und "Crazy Horse" wurde er schließlich weltbekannt: Neil Young. Normalerweise stehen Männer in seinem Alter (Young wurde 1945 in Toronto/Kanada geboren) nicht mehr andauernd auf der Bühne, nicht so Young, der 2005 das Album "Prairie Wind" und nach einer lebensgefährlichen Erkrankung 2006 das Album "Living with War" herausbrachte. Einer seiner größten Hits ist aber nach wie vor "Heart of Gold", der bereits 1972 auf seinem wohl bekanntesten Album "Harvest" erschien.

Hollywoodregisseur Jonathan Demme arbeitete hier nach "Philadelphia" (1994) und dem Musikfilm "Complex Sessions" (1994) erneut mit der Rock-Ikone Neil Young zusammen, den er im Sommer 2005 bei zwei Konzerten seiner “Prairie Wind”-Tournee im berühmten Ryman Auditorium in Nashville begleitete. Unaufgeregt beschränkt sich Demme hier auf die Wiedergabe von Youngs umjubelten Auftritten, lässt kurz einige Weggefährten des Musikers zu Wort kommen, um sich dann ganz auf seinen Star zu beschränken. Mit einem ähnlichen Werk wurde Demme übrigens bekannt: 1984 drehte er die Musikdokumentation "Stop Making Sense", in der er drei Konzerte der legendären "Talking Heads" aud Zelluloid bannte. Der Film wurde ein riesiger Erfolg. Dazu hat auch "Neil Young - Heart of Gold" das Zeug, denn der Zuschauer meint beinahe, Young live vor Ort auf der Bühne beobachten zu dürfen

Foto: UIP