Sechs junge Leute verbringen ein gemeinsames Wochenende in einem abgelegenen Landhaus. Jeder von ihnen hat einen eigenen, ganz persönlichen Grund hier mitzufahren. Freundschaft ist keiner davon. Da ist etwa der egomanische Anführer Strecker, der es nicht ertragen, dass ihn seine Freundin Jasmin verlassen hat. Die will ihrem Ex ihre Unabhängigkeit beweisen, indem sie mit Sören schläft. Maike hingegen, die kleine Schwester von Jasmin, will so sehr dazugehören, dass sie fast alles mit sich machen lässt ...

Lars Henning Jung, Absolvent der Filmakademie Baden-Württemberg, drehte nach einem eigenen Drehbuch in düsteren Bildern dieses knallharte und schonungslose Psychodrama, das gleichzeitig sein Abschlussfilm ist. Seine Protagonisten sind allesamt unsympathisch, ihr rüder Umgangston, ihre drastische Wortwahl und ihre Handlungen dürften so manchen Zuschauer arg verschrecken. Noch dazu ist Mathias Prause mit seiner Kamera so nahe an den erschreckenden Geschehnissen, dass man meint, selbst dabei zu sein. Alice Dwyer wurde für ihre eindringliche schauspielerische Leistung als Maike 2008 mit dem Max-Ophüls-Preis als beste Jungdarstellerin ausgezeichnet. Sicher kein Film für Zartbesaitete und schon gar nicht für Kinder!

Foto: HR/Filmakademie Baden-Württemberg