Die neue Patientin des Psychotherapeuten Dr. Maximilian Bloch ist die prominente Schriftstellerin Heide Welk. Sie leidet unter starken Kontroll- und Reinlichkeitszwängen, glaubt aber, ihr Leben im Griff zu haben. Der normale Alltag entgleitet ihr jedoch immer mehr, Wahnvorstellungen machen sich breit. Jetzt ist Heide Welk nicht mehr Herrin ihrer selbst - und nur Bloch weiß, was sie umtreibt: die Angst, zur Mörderin zu werden ...

Auch der zwölfte Bloch-Fall folgt dem üblichen, mittlerweile recht strapazierten Muster. Dank der starken Darstellerleistungen überzeugt die ungewöhnliche Geschichte aber dennoch. Erstmals übernahm hier Thorsten Näter die Regie, der den Fall nach seinem eigenen Drehbuch routiniert inszenierte. "Die blaue Stunde" ist jedoch nicht die erste Zusammenarbeit von Näter und Hauptdarsteller Pfaff, denn die beiden drehten schon mehrfach miteinander. Ihre erstes gemeinsames Projekt war der TV-Film "Molls Reisen" (1994), danach entstanden die Politsatire "Totalschaden" (1998), der Thriller "Racheengel - Die Stimme aus dem Dunkeln" (1999), das Melodram "Verhängnisvolles Glück" (2000) und die "Tatort"-Episode "Tatort - Schatten" (2002).

Foto: WDR/Frank Dicks