Daniel ist nicht nur ein mürrischer Typ, sondern noch dazu ein ausgesprochener Choleriker. Kein Wunder, dass es um seine Beziehung zu Sonia nicht zum Besten bestellt ist. Sie leidet unter Daniels ständigen Schwanken zwischen radikaler, unbeherrschter Abweisung und krankhafter Inbesitznahme. Eines Tages bemerkt Daniel, dass er verfolgt wird. Die Tatsache, plötzlich selbst Opfer eines launischen, unbeherrschbaren Stalkers zu sein, veranlasst ihn schließlich, sein bisheriges Denken und Handeln in Frage zu stellen ...

Regisseur Patrice Chéreau sezierte nach einem eigenen Erlebnis die Psyche eines labilen Mannes. Cheréau arbeitete für das Drehbuch erneut mit Anne-Louise Trividic zusammen, mit der er schon die Vorlagen für seine Werke "Gabrielle - Liebe meines Lebens", "Sein Bruder" und "Intimacy" verfasst hatte. In Romain Duris fand Chéreau die Idelbesetzung für seinen unsicheren Helden Daniel, der mit seiner überbordenden Liebe zu Sonia (klasse: Charlotte Gainsbourg) ihre gemeinsame Beziehung beinahe an den Abgrund führt. Gut ist auch Jean-Hugues Anglade als geheimnisvoller Stalker, der Daniel mit seiner Obsession zu einem Umdenken veranlasst. "Ruhelos" ist nach "Der verführte Mann" (1983) und "Die Bartholomäusnacht" (1994) der dritte gemeinsame Film von Chéreau und Anglade.

Foto: arte F/ZDF/Mars Distribution/Luc Roux/Move Movie