Kai und Maria stehen unter Schock: Der als Jugendlicher wegen Sexualmord an ihrer Tochter verurteilte Olaf ist wieder auf freien Fuß. Da er unvermittelt bei den Opfer-Eltern auftaucht, steigt deren Angst, dass der jüngeren Tochter ebenfalls etwas zustoßen könnte. Kai und Maria versuchen - mit Hilfe des Polizei-Kommissars Bösche - gegen Olaf vorzugehen. Doch lange Zeit gibt es keine rechtliche Möglichkeit, den aus der Haft Entlassenen als Stalker aus ihrer Umgebung zu verbannen. Diese Arbeit glauben ihnen ein paar Jugendliche abnehmen zu können. Sie verüben im Namen von Rache und Vergeltung brutale Selbstjustiz an Olaf...

Regisseur Nils Willbrandt inszenierte hier nach seinem eigenen Drehbuch ein packendes, ambivalentes Drama um das Trauma über den Verlust eines Kindes und den damit verbundenen Strudel aus Furcht, Angst, Ohnmacht, Wut und Verzweiflung. Dabei wird auch der Wunsch des Täters nach Vergebung nicht außen vor gelassen. Die schauspielerischen Leistungen aller Beteiligten sind überdurchschnittlich, besonders Jörg Schüttauf zeigt einmal mehr ein brillante darstellerische Leistung. Ist man eigentlich etwas anderes von ihm gewohnt?