Gretl bewirtschaftet allein einen stattlichen Hof im bayerischen Voralpenland, unweit eines Dorfes. Dass die Bäuerin, eine Frau Anfang dreißig, noch immer allein ist, liegt an einem Gebrechen: Sie hat einen Buckel, der sie seit ihrer Kindheit brandmarkt. Vom ganzen Dorf geächtet, ist der sonntägliche Kirchgang für sie ein Spießrutenlauf durch Missgunst und Verachtung. Dann verliebt sich Gretl in einen gut aussehenden Salzburger Bauernburschen. Sie heiratet ihn und muss zu spät erkennen, dass der Mann nur an ihrem Besitz interessiert ist und den Tag am liebsten im Wirtshaus verbringt. Ihre Auseinandersetzungen enden nicht selten mit Tätlichkeiten. Eines Tages, als der betrunkene Bauer mit dem Motorrad vom Wirtshaus heimfährt, spannt jemand ein Seil über die Straße...

Nach seiner erfolgreiche Karriere als "Alpen-Rocker" steht hier Hubert Achleitner, besser bekannt als Hubert von Goisern, vor der Kamera. Jo Baier ("Der Laden", "Wambo") inszenierte hier frei nach der Erzählung "Die Geschichte der buckligen Hölleisengretl" von Oscar Maria Graf eine atmosphärisch dichte Heimatgeschichte, in deren Mittelpunkt eine missgestaltete Frau steht. Eine perfekte Inszenierung und eine brillante Hauptdarstellerin machen aus diesem Werk einen Hochgenuss fernab der schmalzigen Heimatfilme vergangener Kinotage.