Wie in fast allen konventionellen Horrorfilmen nimmt auch die Story von "House 2" in einem alten Gemäuer seinen Anfang. Jesse McLaughlin und Freundin Kate ziehen in das Spukhaus, das einst dem inzwischen längst verstorbenen Großvater gehörte. Irgendwo soll sich ein Schatz befinden, den die beiden heben wollen. Aber dann passiert's. Als sie das Grab des Urururopas öffnen, wird dieser auf einmal quicklebendig. Und nicht nur das: Jeder einzelne Raum der heruntergekommenen Villa führt in eine andere grauenergende Dimension. In einem Zimmer werden die beiden Jäger des verlorenen Schatzes Zeugen eines blutrünstigen Aztekenrituals, im anderen Raum erleben sie Zombies mit Cowboyhüten, die mit Revolvern wie bescheuert aufeinander losballern.

Auch wenn die Macher von "House II" auf Humor setzen wollten, an keiner Stelle im Film wird es richtig lustig. Die Versatzstücke verschiedener Genres erscheinen willkürlich zusammengeklebt, alles wirkt ein bißchen steuerlos. Und wenn man erst steuerlos treibt - das sagt schon eine alte Matrosenweisheit - dann strandet man auch bald... Regisseur Ethan Wiley arbeitete u.a. an der Horror-Komödie "Gremlins - Kleine Monster" (1984) und als Co-Author an der ersten "House"- Verfilmung von 1986, bevor er mit "House II" sein Regie-Debüt gab. Für die Special Effects zeichnet Chris Walas verantwortlich, der auch an David Cronenbergs Special Effects-Schocker "Die Fliege" mitarbeitete.

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