Endlich wieder Kleintierhorror! In den 90ern und Anfang der 2000er gab es mehrere teils humorvolle Horrorstreifen mit mutierten Bienen ("Angriff der Killerbienen"), Spinnen ("Arac Attack - Angriff der achtbeinigen Monster", 2002) und Schlangen ("Anaconda", 1997).

Kinoregieneuling Benni Diez sticht mit "Stung" nun in ein Wespennest: Seine Insekten werden durch einen Pflanzendünger zwei Meter groß und bedrohen wollüstig die feudalen Gäste einer Gartenparty, gegeben von Mrs. Perch (Eve Slatner).

Lediglich das Cateringpersonal in Gestalt von Julia (Jessica Cook) und Paul (Matt O'Leary) behält einen kühlen Kopf und bietet den mutierten Monstern die Stirn.

Ironischer Genretrash

Die Story überrascht kaum, dafür aber der Ton der amerikanisch-deutschen Horrorkomödie, denn Diez imitiert genüsslich die typischen Merkmale der Genrevertreter. Dabei reißt er B-Movie-Fans mit seinen trashigen Szenen mit. Man sieht, dass die "Alien"-Reihe großen Einfluss auf den Regisseur hatte.

Seine Besetzung ist ziemlich unspektakulär, das schadet dem Spaß- und Splatter-Faktor allerdings kaum. Handwerklich ist das Werk auf gegenwärtigem Niveau. Aus deutscher Sicht ist ein bekanntes Gesicht dabei: Florentine Lahme ("Bei manchen Männern hilft nur Voodoo") sah man in der Vergangenheit zumeist in Fernsehserien.

Lance Henriksen ("Aliens - Die Rückkehr"), der international aufgrund seiner zahlreichen Auftritte in Fantasy-Stoffen verehrt wird, bricht eine Lanze für die Amerikaner.

Sehen Sie hier den Trailer zu "Stung":