Zwanzig Jahre ist es her, dass Eva in die Stadt gekommen ist und sich ein kleines altes Haus, außerhalb gelegen, gemietet hat. Dort lebt sie seitdem, ohne Mann, ohne Nachbarn, nur mit ihrem Sohn. Der Junge ist seit seiner Geburt behindert und liebt seine Mutter abgöttisch. Die Bewohner der idyllischen Kleinstadt in Oberbayern mögen die beiden. Sie haben Respekt vor der bescheidenen Frau, die sich so rührend um ihren Sohn kümmert. Bei Grosser allerdings, dem Leiter des Kirchenchores und Besitzer eines Schreibwarengeschäfts, ist es mehr als Respekt. Er liebt Eva, jedoch ohne Hoffnung auf Erfüllung. Er weiß, Evas Liebe gehört allein ihrem Sohn. Die Männer meidet, ja hasst sie. Über den Grund will sie nicht reden. Eines Tages taucht ein fremder Mann auf, den Eva aus vergangenen Tagen zu kennen scheint. Er will Geld von ihr, viel Geld. Sie habe es ihm geklaut, sagt er, vor zwanzig Jahren, als sie noch für ihn gearbeitet hat - als Prostituierte. Als sich der Mann im Haus einnistet, beginnt ein Kampf auf Leben und Tod...

Detlef Rönfeldt machte aus dieser Geschichte ein senibles Drama, das gegen Ende recht deftig wird. Die Musik stammt aus der Feder des Jazzsaxophonisten und Komponisten Klaus Doldinger, der sich mit Soundtracks zu Filmen wie "Das Boot" auch als Filmkomponist einen Namen machte. Von ihm stammt übrigens auch die Erkennungsmusik der "Tatort"-Reihe.