Regisseur Niccolo Farra hat sich gerade von seiner Frau getrennt. Nun ist er auf der Suche nach einer Art Idealbild von Frau, auch weil er gerade Probleme hat, einen Film über eine Frau zu drehen. Er lernt zwei Frauen kennen, eine Adelige und eine Schauspielerin, aber es entsteht nichts Nachhaltiges daraus. Zwar mangelt es nicht an Sex und Leidenschaft, aber am Ende verliert Niccolo beide wieder: Zu groß sind die Gegensätze.

Dies war der letzte Film, den der große italienische Regisseur Michelangelo Antonioni allein beendete. Später folgte nur noch der enttäuschende "Jenseits der Wolken" (1994), bei dem er gesundheitlich schon so angegriffen war, dass ihm Wim Wenders unter die Arme greifen mußte. In seiner "Identifikation einer Frau" beschreibt er die Unfähigkeit der Männer, die Frauen zu verstehen. Während die einen Kritiker darin ein weises Alterswerk erblickten, brachten andere ungerührt den Spruch vom kalten Kaffee. Auf jeden Fall gab es aber einen Spezialpreis der Jury bei den Filmfestspielen von Cannes. Hauptdarsteller Tomas Milian war übrigens nicht immer in derlei anspruchsvollen Filmen zu sehen. Den weitaus meisten dürfte er bekannt sein als Autobahn-Cop "Toni Marroni" der sich in den späten 70er Jahren durch eine Reihe dürftiger Krimi-Klamotten blödelte.