Thomas Eichner arbeitet für ein großes Textilunternehmen. Nun soll der Hemdenfabrikant in Saigon die Zusammenarbeit mit einem vietnameischen Unternehmen unter Dach und Fach bringen. Fernab von der Heimat, dem schwelenden Konflikt mit seinem erwachsenen Sohn Daniel, der seit Jahren quälenden Sorge um seine krebskranke Frau Maren und seinem drohenden 50. Geburtstag lernt er die Vietnamesin Huong kennen. Eichner ist sofort fasziniert von der hinreißenden, jungen Frau, die er auch bei seinem nächsten Vietnam-Besuch wiedersieht. Allerdings erzählt er ihr nichts von seiner Familie, sondern behauptet, geschieden zu sein. Als Huong aus Sehnsucht nach Deutschland kommt, muss sich der zögernde Eichner entscheiden ...

Vielfilmer Torsten C. Fischer ("Spreewaldkrimi - Eine tödliche Legende", "Zwei übern Berg") baute dieses Beziehungsdrama ganz um seinen Hauptdarsteller Klaus J. Behrendt auf. Dumm nur, dass Behrendt, der mit Fischer bereits vier Kölner "Tatort"-Krimis drehte, hier einfach aussieht wie Ermittler Ballauf mit angeklebtem Bart und seinem Protagonisten kaum Leben einzuhauchen vermag. Da steht er mit der Zigarette, mal am Balkon, dann im exotischen Vietnam im hektischen Moped-Verkehr und wirkt immer ein wenig deplatziert. Da nützen die schönen Vietnam-Alltagsbilder reichlich wenig, zu dünn ist die Story, die man so oder ähnlich schon oft und deutlich besser gesehen hat. Das Drehbuch, das nur eine einzige Überraschung bietet (die wird nicht verraten) stammt übrigens von Karl-Heinz Käfer, der schon die Vorlagen für zwei Kölner "Tatort"-Krimis von Fischer ("Tatort - Minenspiel", "Tatort - Rabenherz") schrieb.

Foto: WDR/Martin Valentin Menke