Das geteilte Deutschland in den Siebzigerjahren: Jedes Jahr im Juni besucht die verheiratete Coburgerin Elke ihren Schwager Helmut ihr seine Frau Juliane in der DDR. Natürlich hat die den Kofferraum ihres Wagens immer voller Westprodukte, die bei Helmut und seiner Familie heiß begehrt sind. Als Elke wieder einmal zu Besuch ist, lernt sie den Tischler Gregor kennen. Zwischen den beiden funkt es sofort und schließlich beginnen sie eine heimliche Affäre ...

Vor dem Hintergrund von drei Jahrzehnten deutsch-deutscher Geschichte, die allerdings wie im Schnelldurchlauf am Zuschauer vorbeihetzt, setzte Regisseur Marcus O. Rosenmüller dieses Beziehungsdrama mit dem hervorragend aufgelegten Hauptdarsteller-Duo Katharina Wackernagel ("Herbstkind", "Stralsund - Tödliches Versprechen") und Peter Schneider ("Berlin Calling", "Die Summe meiner einzelnen Teile") in Szene. Zwar ist die Geschichte nicht ganz klischeefrei und zum Teil sind die Ausstatter in ihrer Detailverliebtheit über das Ziel hinausgeschossen, doch das Spiel der beiden Hauptdarsteller lässt über diese Mängel hinwegsehen. Das Drehbuch schrieb Silke Zertz, die bereits die Vorlage für das mehrfach ausgezeichnete zweiteilige TV-Drama "Wir sind das Volk - Liebe kennt keine Grenzen" (Bayerischer Fernsehpreis, Deutscher Fernsehpreis) lieferte, das ebenfalls in die deutsch-deutsche Vergangenheit eintauchte.

Foto: MDR/Marc Meyerbroeker