Irgendwo in Osteuropa in einem jüdischen Ghetto 1943: Jakob Heym, seine Freunde und Leidensgenossen leben hier völlig von der Außenwelt isoliert. Ihre Lage wird immer verzweifelter, die Deportationen nehmen zu, die Selbstmorde auch. In dieser hoffnungslosen Situation verbreitet der alte Jakob Hoffnung. Er gibt vor, ein Radio zu besitzen und hält mit erfundenen Nachrichten über den Vormarsch der Roten Armee und die Weltpolitik den Lebenswillen der Eingeschlossenen aufrecht. Seine Lügen bringen ihn in gefährliche, aber auch komische Situationen ...

Nach Jurek Beckers Roman gelang Frank Beyer eine packende und überaus humanistische Verfilmung, die wesentlich besser ist ist die jüngste "Jakob der Lügner"-Version (1999) mit Robin Williams in der Hauptrolle. Interessantes am Rande: Armin Mueller-Stahl spielt in beiden Werken mit.

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