Kurt Wallander ist sicher nicht ausländerfeindlich, doch als ihm seine Tochter Linda beim Abendessen ihren syrischen Freund Jamal vorstellt, kann er seine Befangenheit kaum verbergen. Ein Notruf befreit ihn aus der peinlichen Situation. Auf einem abgelegenen Bauernhof wurde ein altes Ehepaar überfallen und grausam zugerichtet. Der Mann ist bereits tot, mit ihren letzten Worten haucht die sterbende Frau dem Kommissar noch einen unverständlichen Hinweis auf die geflüchteten Täter ins Ohr. Wallander deutet den Kollegen gegenüber an, das Wort könnte sich auf Ausländer bezogen haben. Schon kurz darauf eskalieren die Ereignisse, denn ein unbekannter Informant hat den vertraulichen Hinweis an die Presse weitergeleitet, die das Thema genüsslich ausschlachtet. Kurz darauf brennt ein Auffanglager für Asylbewerber und ein Migrant wird von einem fremdenfeindlichen Fanatiker erschossen. Wallander fühlt sich verantwortlich für die Ausschreitungen und arbeitet fieberhaft an der Klärung der beiden Fälle ...

Regisseurin Hettie MacDonald ("Die erste Liebe - Beautiful Thing") inszenierte diesen vierten Krimi mit Kenneth Branagh als stets trauriger Kommissar Wallander (nach "Kommissar Wallander - Die falsche Fährte", "Kommissar Wallander - Die Brandmauer" und "Kommissar Wallander - Mittsommermord"), der wieder einen packenden Fall lösen muss. Die scharfe Gesellschaftskritik aus der Vorlage des Bestseller-Autors Hennig Mankell kommt dabei nicht zu kurz. Der gleichnamige, in Schweden erstmals 1991 erschienene "Mörder ohne Gesicht"-Krimi wurde bereits 15 Jahre zuvor erstmals mit Rolf Lassgård verfilmt.

Foto: ARD/Degeto/Yellow Bird