Der 13-jährige Erik ist neu in einer Kleinstadt im mittleren Westen der USA, ein von seinen Mitschülern verspotteter Einzelgänger. Über den hohen Gartenzaun und die Ermahnungen seiner ängstlichen Mutter Gail hinweg schließt er allmählich Freundschaft mit einem anderen Außenseiter: dem elfjährigen Nachbarsjungen Dexter. Dexter hat sich durch eine Bluttransfusion mit Aids infiziert. Erik kann sich nicht damit abfinden, dass sein Freund an einer tödlichen Krankheit leidet. Mit kindlichem Eifer und Optimismus sucht er nach einer Medizin für Dexter und stellt dabei kuriose Experimente mit Süßigkeiten und selbstgebrauten Kräutertees an. Als die beiden in der Zeitung lesen, daß ein Arzt im Süden ein Mittel gegen Aids gefunden haben soll, machen sie sich auf den Weg zum angeblichen Wunderheiler in New Orleans. Ihr Transportmittel: ein selbstgebautes Floß, mit dem sie den den Mississippi hinunter fahren...

TV-Schauspieler Peter Horton gibt mit einem bescheidenen Budget von zehn Millionen Dollar sein beachtliches Kinoregie-Debüt, nachdem er bereits etliche Serienepisoden und TV-Filme inszenierte. Das einfühlsam konstruierte Drehbuch von Robert Kuhn schildert die Freundschaftsgeschichte zweier Außenseiter, die sich auf eine "Huck Finn"-artige Suche nach einem Heilmittel begeben. Zur emotionalen Einbindung tragen vor allem die herausragenden schauspielerischen Leistungen der beiden Protagonisten Joseph Mazzello als Dexter und Brad Renfro als Erik bei. Mazzello gelingt es dabei, seinem tragischen Charakter eine überzeugende heiter-gelassene Dimension zu verleihen.