Als der krankhafte Geizhals und unsympathische Tyrann Bernhard Göpfert ermordet aufgefunden wird, übernimmt die junge wie ehrgeizige Staatsanwältin Juliane Bertram die delikaten Ermittlungen, denn die Ehefrau des Opfers ist ihre Kollegin Sonja Göpfert, die zunächst nicht auffindbar ist. Gegen den Willen ihres Vorgesetzten, Oberstaatsanwalt Vielbrandt, befragt Bertram zunächst den einzigen Sohn des Ehepaars und dann ein befreundetes Ehepaar. Doch niemand weiß, wo sie Sonja Göpfert aufhält. Schon bald hegt Juliane Bertram ein ungeheuerliches Verdacht: Hat ihre Kollegin den Ehemann möglicherweise selbst mit dem blutverschmierten Messer, das im Müllcontainer gefunden wurde, erstochen? Doch dann taucht die Verdächtige plötzlich wieder auf, sie habe ein Kurzreise unternommen, wie sie es immer getan habe, wenn sie mit ihrem Mann gestritten habe, behauptet sie. Juliane Bertram nimmt ihre Kollegin daraufhin ins Kreuzverhör und ist sich bald nicht mehr sicher, ob diese wirklich die Täterin ist. Allerdings ahnt sie nicht, dass Göpfert einen raffinierten Plan verfolgt ...

Ein intelligent konstruierter Mix aus Psycho- und Justizthriller von Thorsten Näter ("Die Toten vom Schwarzwald", "Späte Rache - Eine Familie wehrt sich"), der besonders von dem packenden Duell der beiden Hauptdarstellerinnen Dagmar Manzel und Claudia Michelsen getragen wird. Das gute, wenn auch stellenweise etwas unglaubwürdige Drehbuch stammt von Detlef Michel ("Eine folgenschwere Affäre", "Böses Erwachen"), der mit Näter auch den Psychothriller "Ungesühnt" realisierte, in dem Ann-Kathrin Kramer eine - na was wohl - junge Staatsanwältin verkörperte.

Foto: ZDF/Gordon Muehle