Frühjahr 1945, Konzentrationslager Buchenwald - Stätte des Mordens und grenzenloser Quälerei. Keiner erwartet das Ende des Krieges und die Vernichtung des Faschismus sehnlicher als die dem Tode geweihten Lagerinsassen. Inmitten des Schreckens geschieht etwas Unglaubliches: Häftlinge finden in einem Koffer einen kleinen jüdischen Jungen. Was tun? Das Kind vor der SS verstecken? Das würde den sicheren Tod für die Eingeweihten und Gefahr für den Plan der Selbstbefreiung bedeuten...

Frank Beyer inszenierte dieses humanistische, antifaschistische Drama nach einer authentischen Geschichte. Dabei setzte er auf kraftvolle Bilder und gut agierende Darsteller. Der DEFA-Film entstand nach dem gleichnamigen Roman von Bruno Apitz. Der erzählte Fall ist authentisch. Apitz war selbst acht Jahre Häftling im KZ Buchenwald. Die Hauptfigur Krämer, der Kopf der illegalen Widerstandsorganisation im Lager, wird von Erwin Geschonneck aus eigenem Wissen und Erleben heraus mit faszinierender Ausstrahlung gespielt.

Foto: NDR/MDR