Im Vorraum einer Bank, die aufgebrochen wurde, wird die Leiche von Heinz Markowski gefunden. Er war Mitinhaber der Firma, die das dortige Sicherheitssystem installiert hat. Alles deutet darauf hin, dass der Mann von seinem Komplizen erschlagen wurde. Warum die Täter in die Bank eingebrochen sind, ist zunächst völlig unklar. Ebenso, warum das Alarmsystem auf das nächtliche Eindringen der Täter nicht reagiert hat und aus welchem Grund es zum tödlichen Streit gekommen ist. Eine erste Überprüfung ergibt zur Überraschung der Kommissare, dass nichts gestohlen wurde. Unter Verdacht gerät zunächst Rainer Hentschel, der als früherer Angestellter der Sicherheitsfirma Zugang zu den Daten für die Deaktivierung des Sicherheitssystems der Bank hatte. Doch auch die Mitarbeiter der Bank sind verdächtig, da die Spuren am Tatort eindeutig auch auf Insiderwissen hinweisen. Als die Kommissare mit Hilfe der Spurensicherung entdecken, dass der Einbruch dem Inhalt eines Schließfachs galt, kommen sie den Betrügereien eines Bankmitarbeiters auf die Spur ...

Das "Polizeiruf 110"-Debüt von Dirk Regel ("Die Unbeugsamen") zeigt wieder einmal deutlich, warum die Krimiserie nicht ebenso erfolgreich ist wie Kollege "Tatort". Der Fall ist nicht flott genug erzählt, schon bald verliert der Zuschauer die Lust an der Auflösung. Das liegt größtenteils an der vorgegebenen Figuren- und Charakterzeichnung der beiden Kommissare, die wieder einmal auf die falsche Fährte setzen und bei denen die ersten Verschleißerscheinungen deutlich werden. Wenig Schuld trifft dabei Drehbuchautor Hans-Werner Honert ("Heimweh nach drüben", "Tatort - Teufelskreis", "Tatort - Ein Fall für Ehrlicher"), der den Fall durchaus interessant aufgebaut hat.

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