Tauber hat einen neuen Kollegen, der ihn daran erinnert, wie er selbst einmal war: Unkonventionell, frech, mutig und nicht so müde und duckmäuserisch, wie Tauber sich gelegentlich fühlt, wenn er abends nach Hause fährt. Matthias Kurtz arbeitet beim Dezernat für organisiertes Verbrechen. Er ist überzeugt davon, dass der Tod seines Exkollegen Harald kein Selbstmord war, sondern das Mordkomplott eines gewissen Herrn Jankowski. Angeblich ist dieser Jankowski Münchens größter Drogenhändler, was weder der Staatsanwalt noch Jo Obermaier so richtig glauben wollen. Doch ausgerechnet der misstrauische Tauber erliegt dem Charme des jungen Kollegen, lässt sich von ihm auf illegale nächtliche Touren mitnehmen und übersieht dabei, dass Jo im Begriff ist, sich versetzen zu lassen. Tauber glaubt an Matthias Kurtz - bis dieser vor seinen Augen einen Tatverdächtigen erschießt und ihn zum Komplizen erklärt ...

Nach "Polizeiruf 110 - Rosis Baby" ist die der zweite "Polizeiruf", den Regisseur Thomas Kleinert mit dem Darsteller-Gespann Edgar Selge und Michael May inszenierte. Immerhin geriet dieser Fall - übrigens der letzte des Duos Tauber/Obermaier - zwar halbwegs spannend, doch Kleinert inszenierte auch hier mit vielen Unwahrscheinlichkeiten. Das liegt sicher auch daran, dass Drehbuchautor Alexander Adolph ("Tatort - Der oide Depp"), "Marie und der Charme des Bösen", "Unter Verdacht - Verdecktes Spiel") die ein oder andere Wendung zu viel eingebaut hat.

Foto: BR/Kers