Im Oktober 1941 werden in Tokio zwei Männer verhaftet: der deutsche Korrespondent Dr. Richard Sorge und der japanische Journalist Hotsumi Ozaki. Unter Androhung der Todesstrafe bezichtigt man sie der Spionage für die Sowjetunion. Auf Grund der Beweislast des unter Folter erpressten Geständnisses seines Freundes Ozaki bleibt auch Sorge keine andere Wahl als zu gestehen. Während Ozaki sich nicht als Spion sieht, bekennt sich Sorge zur Anklage. Ozakis Motiv war die Verwirklichung seines Traums - die Befreiung der asiatischen Völker vom Kolonialismus ausländischer Großmächte. Richard Sorge dagegen hatten die Kriegserlebnisse als Freiwilliger im Ersten Weltkrieg zum Kommunisten werden lassen. Für diese Ideologie ist er Spion aus Leidenschaft. Einig aber sind sich beide Männer in dem Glauben, die Welt verbessern zu können. Rückblickend erinnern sich die Inhaftierten an ihr gemeinsames Wirken im Laufe der vergangenen zwölf Jahre...

Der japanische Regisseur Masahiro Shinoda verfilmte hier die wahre Geschichte des deutschen Journalisten Dr. Richard Sorge (1895-1944), der im Zweiten Weltkrieg in Japan unter dem KGB-Decknamen "Ramsay" für die UdSSR spionierte. Am 7. November 1944 wurden Sorge sowie sein Mitarbeiter Ozaki Hozumi in Japan gehängt. Richard Sorge ist dort auch beerdigt. Die UdSSR bestritt lange Zeit, dass Sorge für sie spioniert hatte, erst 1964 wurde ihm posthum der Titel Held der Sowjetunion verliehen. Shinoda gelang hier eine spannende Agentengeschichte, die allerdings ein wenig unter den zum Teil schlechten darstellerischen Leistungen leidet. Gut ist allerdings der britische Charakterdarsteller Iain Glen in der Rolle des Spions.