Auf den ersten Blick sind Nina und Mick ein schönes Paar: Sie ist erfolgreiche Betreiberin einer Partnervermittlung, er ist ein lässiger Sportlehrer. Eine entscheidende Sache aber läuft schief in ihrer Partnerschaft - der Sex. Zumindest für Nina, die noch nie einen Orgasmus gehabt hat, weil der Macho Mick im Bett immer nur an sein eigenes Vergnügen denkt. So führt Nina zwar Tag für Tag liebeshungrige Singles zusammen - nur mit ihrem eigenen Glück will es nicht so recht klappen. Als sie mitbekommt, wie sich ihre Nachbarin, die vollbusige Sängerin Debbie, von ihrem unsensiblen Freund Tommy trennt, platzt auch Nina endlich der Kragen: Ohne Vorwarnung offenbart sie Mick, was sie beim Sex mit ihm wirklich fühlt - nämlich gar nichts. Mick ist fassungslos, versteht aber überhaupt nicht, was auf einmal in seine Freundin gefahren ist ...

Der Österreicher Peter Hajek, der später besonders als Regisseur diverser "Kommissar Rex"-Folgen auf sich aufmerksam machte, drehte diese augenzwinkerende wie freche Erotikkomödie mit dem seinerzeit noch relativ unbekannten Charakterdarsteller Heinz Hoenig, der es hier mit Marie Corbin in ihrer Rolle als unbefriedigte Freundin Nina zu tun bekommt. Die im österreichischen Gmunden geborene Schauspielerin, die inzwischen als Fotografin und Autorin in Berlin und Salzburg lebt, begann ihre Karriere an der Seite von Tilo Prückner in Edgar Reitz' Historienfilm "Der Schneider von Ulm" (1979). Danach spielte sie in Filmen wie Peter Schamonis "Frühlingssinfonie" (1982) und in Hark Bohms "Der Fall Bachmeier - Keine Zeit für Tränen". Für die Rolle der Mutter, die den Mörder der Tochter erschießt, wurde sie mit dem Deutschen Filmpreis als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet. Eine kleine Rolle als Ärztin hatte sie 2007 noch einmal in dem Psychodrama "Die Zeit, die man Leben nennt".

Foto: RBB/Degeto