Eine ganz normale Familie im Japan der 50er Jahre. Der Lehrer und Schriftsteller Toshio Shimao lebt mit seiner Frau Miho und den beiden Kindern in Tokio. Als Miho von dem Verhältnis ihres Ehemannes mit einer anderen Frau erfährt, stürzt sie das in eine tiefe Krise. Obwohl sich Toshio von seiner Geliebten trennt, um sich ganz seiner Frau und der Familie zu widmen, lindert das ihr Leid nicht. Heftige emotionale Auseinandersetzungen bringen beide Ehepartner an den Rand des Selbstmords, ihre beiden Kinder bleiben dabei stumme Zuschauer. Die Situation der Familie ändert sich erst, als das Paar gemeinsam in eine psychiatrische Klinik geht. In der Abgeschiedenheit können die Eheleute von vorn beginnen und ihre verlorene Liebe wiederfinden.

Regisseur Kohei Oguri inszenierte das Psychodrama nach einem autobiographischen Roman des prominenten japanischen Autors Toshio Shimao. Die sorgfältig arrangierten und hervorragend fotografierten Szenen wechseln von nahezu klaustrophobischen, dunklen Interieurs zu farbenprächtigen Landschaftsidyllen; sie spiegeln und kontrastieren den Gemütszustand des Ehepaares. Die unterschwellige Gewalt und Emotionalität erinnert dabei an die schonungslosen Porträts Nagisa Oshimas, der im Nachkriegsjapan die großen Verluste und Turbulenzen der Seele schildert. Für diesen Film gewann Kohei Oguri den FIPRESCI-Preis und den großen Preis der Jury in Cannes 1990.