Die junge Catherine liebt ihren Adoptivbruder Roch, mit dem sie auf dem Hof ihres Vaters aufgewachsen ist. Als ein anderer Mann in ihr Leben tritt, fühlt Roch sich verschmäht und verschwindet spurlos. Drei Jahre später kehrt er zurück und sucht Genugtuung für erlittene Demütigungen...

Jaques Rivettes Film verpflanzt Emily Brontës vielfach verfilmte Geschichte aus Yorkshire in den Süden Frankreichs und aus der viktorianischen Epoche in die 1930er Jahre. Dort entfaltet sich das Drama der Leidenschaft mit zwingender Notwendigkeit: Wie in einem Fiebertraum verzehren sich die Figuren, und nicht einmal der Tod scheint ihnen Ruhe zu geben. Regisseur Jacques Rivette gehörte zum engsten Kreis der französischen Nouvelle Vague um François Truffaut, Jean-Luc Godard, Claude Chabrol und Eric Rohmer und gilt fern vom jeweils herrschenden Zeitgeist als radikaler Erneuerer der Filmsprache.

Foto: ARD/Degeto