Mickey Rooney

Joe Yule Jr.
Geboren: 23.09.1920 in Brooklyn, New York, USA
Gestorben: 06.04.2014 in North Hollywood, Los Angeles, Kalifornien

Joe Yule stammt aus einer Artistenfamilie. Die Eltern Joe Yule und Nell Carter waren gefragte Künstler und Mickey trat schon als Kind im Varieté auf. Sein Filmdebüt gab er bereits 1926 mit "Not to be Trusted". In der Mickey McGuire-Kurzfilmgrotesk-Serie war er im Alter von sieben Jahren zu sehen und er war 14 Jahre, als er nach 80 Filmen aufhörte, weil er für die Rolle zu alt war. Yule kehrte er erstmal zum Varieté zurück. Er war im Laufe seiner Karriere Sänger, Tänzer, Bühnenautor, Texter, später auch Nightclub-Entertainer, Liedermacher, Drehbuchautor und Regisseur.

Seit 1932 war der Schauspieler unter dem Namen Mickey Rooney in präzisen kleinen Spielfilmrollen zu sehen, meist bei seiner Vertragsfirma der Metro Goldwyn Mayer. Am bekanntesten wird erstmals sein Puck in Max Reinhardts "Ein Sommernachtstraum". Eine Zeitlang sah man ihn an der Seite von Freddy Bartholomew, so als Schiffsjunge in Victor Flemings "Manuel". 1937 begann eine neue Filmserie, die Andy-Hardy-Filme um den frechen Sohn des Kleinstadtrichters. Ende der Dreißigerahre sah man Rooney häufig in Filmen mit Judy Garland, seinerzeit einer der populärsten Stars in beschwingten, erfrischenden Musicals. Sie wurde die beste Freundin des privat sehr scheuen und zurückhaltenden Schauspielers und sie lud ihn später häufig in ihre Fernsehshows als Gast ein. 1942 heirateten die beiden, doch die Ehe hielt nur ein Jahr. Später sollen sieben (!) weitere Ehefrauen folgen.

1938 wurde Rooney mit Kinder-Oscar ausgezeichnet und das brachte ihm noch einmal sehr viel Popularität. Er spielte unter der Regie von Norman Taurog: Huckleberry Finn in "Die Abenteuer des Huckleberry Finn" (1939), den "jungen Der junge Tom Edison" (1940), an der Seite von Spencer Tracy als Pater Flanagan in "Teufelskerle" (1937) und "Das sind Kerle" (1941). Taurog war auch der Regisseur von "Broadway Melodie 1940", in der Rooney ebenfalls auftrat. Das setzte er noch in den Vierziger- und frühen Fünfzigerjahren fort, dann wechselte er - mehr zufällig - das Rollenfach und spielte seriöse, gereifte Erwachsene. In der Zeit davor unterbrach er für zwei Jahre seine Karriere und ging zur Armee.

1951 erschien Rooney erstmals als Regisseur im Vorspann: "My True Story". Ernste Rollen hatte er hat er schon früher gespielt, so den jungen Boxer in "Killer McCoy" von Roy Rowland, Jahre später sah man ihn als den verrückten 'Pubic Enemy' in Don Siegels "So enden sie alle" ("Baby Face Nelson", 1957), einer der besten Gangsterfilme der Fünfzigerjahre.

Als sich Rooney von MGM trennte, wurde es stiller um ihn. Doch nur im Kino, im Fernsehen war er ständig präsent. Für die Serie "Hey Mulligan", eine Sitcom, die auch als "Mickey Rooney Show" firmierte, war er ein Jahr jeden Samstag mit seiner 'Familie' auf dem Bildschirm, später erhielt er zweimal den Emmy Award für "The Comedian" und "Eddie". Zu seinen bekanntesten späten Filmen zählen Blake Edwards "Frühstück bei Tiffany" (1960), Stanley Kramers "Eine total, total verrückte Welt" (1962) und 1968 spielte er in dem völlig falsch verstandenen, köstlichen Otto-Preminger-Flop "Skidoo" neben Groucho Marx.

Weitere Filme mit Mickey Rooney: "Ah, Wilderness" (1935), "Musik ist unsere Welt" (1939), "A Yank At Eton" (1942), "Girl Crazy" (1943), "Kleines Mädchen, großes Herz" (1944), "Summer Holiday" (1948), "Tödliches Pflaster Sunset Strip" (1951), "Ich bin der Größte - Eintritt verboten" (1953), "Die Brücken von Toko-Ri" (1954), "Selten so gelacht" (1957), "Eine Meile Angst" (1958), "Der große Schwindler" (1959), "Insel der Sadisten" (1960), "Geheimauftrag Dubrovnik" (1964), "In Beirut sind die Nächte lang", "Verrat in der Bucht" (beide 1965), "Malta - sehen und sterben" (1972), "Alle entführen Victoria" (1975), "Das Domino-Komplott", "Elliott, das Schmunzelmonster" (beide 1977), "Im Banne des Kalifen", "Unsere Lassie" (beide 1978), "Der schwarze Hengst" (1979), "Liebe ohne Schranken" (1980), "Mike Hammer - Kidnapping in Hollywood" (1986), "Erik, der Wikinger" (1989), "Ein Opa zu Weihnachten" (1990), "Der beste Spieler weit und breit", "Maximum Force", "Sweet Justice" (alle 1991), "Wolf Mountain" (1992), "Flying Toys - Die Rache des Roten Barons" (1993), "Die Legende von O.B. Taggart" (1994), "Zwei Brüder auf der Flucht" (1995), "Long Road Home", "Sindbad - Die Schlacht der schwarzen Ritter" (beide 1996), "Eine himmlische Versuchung", "Michael Kael - Live aus Katango", "Robbie und Matt - Außer Rand und Band" (alle 1997), "Internet Love", "Schweinchen Babe in der großen Stadt" (beide 1998), "Topa Topa Bluffs" (2002), "Paradise" (2003), "Strike the Tent", "A Christmas Too Many" (beide 2005), "Nachts im Museum" (2006), "Marilyn Monroe - Ich möchte geliebt werden" (2010).

Zur Filmografie von Joe Yule Jr.
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