Ein Großteil aller Kinder trägt zu kurze Schuhe und Stiefel. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des Forschungsteams Kinderfüße-Kinderschuhe. Ob in Deutschland, Österreich oder der Schweiz: Rund zwei Drittel der Mädchen und Jungen laufen nach Untersuchungen der österreichischen Wissenschaftler Gefahr, dass ihre weichen Füße verformt werden, weil sich Eltern an aufgedruckten Größen orientieren.

So waren laut der Studie bei 87 Prozent der geprüften Schuhe die Angaben falsch – mit bis zu drei Zentimetern Unterschied. Die Experten raten deshalb, die Größen zu vergessen. Im Innern sind zwölf Millimeter Spielraum nötig, bei neuen Paaren 17 Millimeter.

Alle drei bis vier Monate sollten die Fußumrisse auf Karton nachgezeichnet werden, an den Zehen sollte der "Puffer" hinzugerechnet und mit der ausgeschnittenen Schablone die richtige Länge kontrolliert werden. Sind die Schuhe zu klein, können Fehlstellungen und Haltungsschäden die Folge sein.