prisma: Sie bereiten sich aktuell intensiv auf die kommende Saison vor. Was sind Ihre großen Ziele für 2026?
Malaika Mihambo: Vorrangig die Europameisterschaften im nächsten Jahr. Dazu kommt die neue „Ultimate Challenge“, ein frisches Format, das ein bisschen an Weltmeisterschaften angelehnt ist – da bin ich sehr gespannt. Das sind die beiden großen Highlights, auf die ich hinarbeite.
Neue Formate fordern einen zusätzlich. Was genau macht für Sie den Reiz des Leistungssports aus? Gibt es irgendwann einen Punkt, an dem man sagt: „Ich habe alles erreicht“?
Für mich liegt der Reiz vor allem in der persönlichen Weiterentwicklung – und die findet nicht nur auf dem Sportplatz statt, sondern auch als Mensch. Leistungssport fordert einen körperlich, mental und geistig permanent heraus, über sich hinauszuwachsen. Man verschiebt seine Grenzen Stück für Stück nach oben. Mich treibt die Frage an: Wie weit kann ich springen? Was steckt noch in mir? Gleichzeitig ist Sport extrem verbindend und sozial – das liebe ich auch.
Sie haben 2020 den Verein „Malaikas Herzsprung“ gegründet, um Kinder kostenfrei für die Leichtathletik zu begeistern. Wie funktioniert das konkret?
Ziel ist es, Kinder in Bewegung zu bringen und für Leichtathletik zu begeistern. Wir unterstützen einzelne Kinder und Familien, aber auch Vereine und größere Projekte. Wir kooperieren zum Beispiel mit dem Badischen und dem Württembergischen Leichtathletik-Verband. Vereine können sich melden, wenn Förderbedarf besteht – dann übernehmen wir die Beiträge für ein Kind, Geschwister oder sogar die ganze Familie.
Der klassische Weg in der Leichtathletik führt ja vom Mehrkampf zur Spezialisierung. Wie war das bei Ihnen persönlich? Wann wussten Sie: Weitsprung ist meine Disziplin?
Springen hat mir schon immer riesigen Spaß gemacht, genauso wie Sprint und Hochsprung. Ich war im Mehrkampf sehr vielseitig. Mit etwa 16, 17 Jahren zeigte sich dann, dass im Weitsprung die größte Perspektive lag. Ich habe mich darauf fokussiert – und es war definitiv die richtige Entscheidung.
Leichtathletik ist im Vergleich zu Fußball finanziell deutlich schlechter aufgestellt. Wie sieht es da mit dem Nachwuchs aus? Wie schwer ist es, Kinder und Jugendliche langfristig zu halten?
Nachwuchs ist da, und leistungsmäßig entwickelt sich die deutsche Leichtathletik positiv. Wichtig ist, dass wir Strukturen schaffen, die Schule und Leistungssport vereinbar machen. Projekte wie „Kinderleichtathletik trifft Grundschule“ bringen den Sport direkt in die Schulen. Finanziell bleibt es eine Herausforderung – vor allem im Vergleich zum Männerfußball. Wir brauchen bessere Rahmenbedingungen für möglichst viele Sportarten, damit sich Leistungssport auch lohnt und wir weiterhin viele deutsche Athleten ganz vorne sehen.
Was macht für Sie die Faszination großer Meisterschaften aus – allen voran Olympia?
Als olympische Kernsportart hat die Leichtathletik bei den Spielen eine besondere Bedeutung. Man trainiert vier Jahre lang für diesen einen Moment – alles kommt zusammen. In wenigen Sekunden entscheidet sich alles. Genau diese Spannung macht es für Athleten und Zuschauer so besonders. Letztendlich sind aber alle internationalen Meisterschaften sehr spannend, sehr aufregend. Man möchte sein Bestes geben, man trainiert ganzes Jahr dafür, vorne zu sein.
Bei Kindern wird oft diskutiert, ob Wettkämpfe gesund oder eher schädlich sind. Wie stehen Sie dazu?
Wichtig ist, dass Kinder lernen: Sieg oder Niederlage sagen nichts über den eigenen Wert aus. Leistung und Selbstwert müssen entkoppelt werden. Vielen Kindern macht es Spaß, sich zu messen – gerade in der Leichtathletik kann man die individuelle Entwicklung in den Vordergrund stellen: „Heute bin ich weiter gesprungen als gestern.“ Darauf kann man stolz sein, egal ob man Erster oder Letzter wird.
Sie sind seit mehreren Jahren Mineralwasserbotschafterin. Was genau machen Sie dort – und wie wichtig ist Hydration für die Leistung?
Ich stehe seit drei, vier Jahren für ein natürliches, lebenswichtiges Produkt. Wasser bedeutet Leben, und der Zugang zu Wasser ist essenziell. Zudem ist Wasser eine kostbare Ressource, und ich finde es schön, immer wieder darauf hinzuweisen, wie wichtig ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist – auch hier in Deutschland. Als Sportlerin merke ich sofort, wenn ich nicht gut hydriert bin: Die Leistung leidet, die Konzentration lässt nach. Wir haben schon kleinere Projekte umgesetzt, zum Beispiel Spendenläufe für „Malaikas Herzsprung“, bei denen gleichzeitig Kinder in Bewegung kamen.
Auf welche Mineralstoffe sollten Sportler besonders achten?
Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium sind entscheidend. Welches Wasser einem schmeckt, ist aber auch Geschmackssache. Wer natriumarm essen muss, greift besser zu natriumarmem Wasser. Ich selbst trinke beim Training stilles Wasser, zu Hause gerne mal Sprudel – am liebsten mit einem Spritzer Zitrone.
Abschließend: Wie entspannen Sie neben dem Leistungssport?
Ganz klassisch: Zeit mit Freunden und Familie, spazieren gehen, meditieren, lesen, eine Tasse Tee oder Matcha Latte. Und natürlich ein stilles Mineralwasser mit Zitrone – das darf nie fehlen.
Vielen Dank für das Gespräch, Malaika Mihambo – und viel Erfolg für die kommende Saison!
Am besten natürlich:
Nähere Informationen unter www.mineralwasser.com/aktionen/malaika-mihambo