Michael „Bully“ Herbig schreibt Kino-Geschichte mit dem „Kanu des Manitu“
Es gibt Regisseure, die Filme drehen - und es gibt Michael 'Bully' Herbig (57), der nicht einfach nur Filme dreht, sondern regelmäßig die deutschen Kino-Charts aufmischt. Jetzt hat er es schon wieder getan: „Das Kanu des Manitu“ hat die Fünf-Millionen-Zuschauer-Marke gesprengt und damit eine humoristische Schallmauer durchbrochen.
Eine solche Zahl hat ein deutscher Film seit sechs Jahren nicht erzielt. Der letzte Streifen, dem das gelang, war „Das perfekte Geheimnis“ im Jahr 2019. Hierbei handelt es sich um eine ebenfalls von Constantin Film produzierte Komödie. Seitdem herrschte Ruhe in der Filmrolle - bis das „Kanu“ kam.
Fünf Millionen Tickets in drei Monaten: „Das Kanu des Manitu“ schreibt Kino-Geschichte
Seit über 15 Wochen paddelt „Bullys“ Westernparodie durch die Kinos. Aktuell läuft der Streifen in über 400 deutschen Lichtspielhäusern. Die Verkaufskurve zeigt dabei keinerlei Ermüdungserscheinungen. Die Marke von fünf Millionen Zuschauern stellt gleich mehrere Rekorde auf:
- Erfolgreichster deutscher Film seit sechs Jahren
- Dritter Film in „Bullys“ Karriere, der diese Marke erreicht
- Nummer eins in den deutschen Kinojahrescharts 2025
Für ein deutsches „Kanu“ ist dies wirklich eine beachtliche Leistung.
Eine Kino-Karriere wie aus dem Bilderbuch: Die größten Erfolge von Michael "Bully" Herbig
Jeder Filmregisseur in diesem Land träumt davon, dass sein Werk Millionen von Besuchern erreicht. „Bully“ hingegen hat die Fünf-Millionen-Marke nun bereits zum dritten Mal geknackt:
2001: „Der Schuh des Manitu“ – über 11 Millionen Besucher, bis heute die erfolgreichste deutsche Kinoproduktion aller Zeiten
2004: „(T)raumschiff Surprise – Periode 1“ – über 9,15 Millionen Tickets
2025: „Das Kanu des Manitu“ – bis jetzt über 5 Millionen, Tendenz steigend
Damit zieht die neue Westernkomödie sogar an „Wickie und die starken Männer“ vorbei - einer Produktion, die bisher respektable 4,92 Millionen verkaufte Tickets verzeichnen kann.
An der Spitze der deutschen Kinocharts: Ist dieser Film das Kino-Ereignis des Jahres?
Schon nach gut drei Wochen hatte „Das Kanu des Manitu“ über drei Millionen Zuschauer in die Lichtspielhäuser gelockt und dafür vom HDF Kino e.V. die „Goldene Leinwand“ erhalten. Mit dieser Auszeichnung werden alle Filme, die über drei Millionen Tickets einspielen, geehrt. Mittlerweile ist klar, dass dieser Film nicht nur in der aktuellen Filmszene mitmischt, sondern diese dominiert.
Er besetzte sogar Platz eins der deutschen Kinocharts, nur zeitweise überholt von internationalen Kassenhits wie die Videospiel-Verfilmung „Ein Minecraft Film“ (3,5 Mio. verkaufte Tickets) oder Disneys Live-Action-Remake „Lilo & Stitch“ (3,2 Mio. verkaufte Tickets). Doch das „Kanu“ bleibt im Rennen - es heftet sich unaufhaltsam an die Konkurrenten und könnte bald deren Plätze kapern.
"Bullys" ganz besonderer Humor: Warum dieser Erfolg kein Zufall ist
„Bully“ ist Kult. Wer ihn kennt, weiß, dass er so ziemlich alle Seiten des Humors beherrscht. Er arbeitet mit messerscharfen Parodien, dem perfekten Timing und dem liebevollen Überzeichnen von Figuren, die dadurch Kultstatus erlangen, ohne dabei jemals respektlos zu sein. „Der Schuh des Manitu“ war vor über 20 Jahren ein Phänomen. Viele hatten Zweifel, ob man an eine solche Ikonografie anknüpfen könne. „Bully“ konnte.
„Das Kanu des Manitu“ führt das Vermächtnis seines Vorgängers fort, ohne sich wie ein Abklatsch zu präsentieren. Der Film ist neu, frech, mit modernen Effekten, aber derselben DNS ausgestattet: Treffsichere Satire, liebevoll gezeichnete Figuren, Dialoge, die man schon nach dem Trailer zitieren kann und dieses spezielle „Bully“-Gefühl zwischen Albernheit und Charme. Kein Wunder also, dass viele Fans den Film gleich mehrmals angesehen haben.
Kommt ein dritter „Manitu“-Film von Michael "Bully" Herbig?
Die wichtigste Frage vieler Fans lautet: Kommt nach „Schuh“ und „Kanu“ vielleicht noch ein dritter Teil? Fest steht, dass „Bully“ schon früher darüber nachgedacht hat, mehrere Fortsetzungen zu drehen. Wir betonen: „nachgedacht hat“, denn zur Realisierung weiterer Ideen kam es bisher nicht. Angesichts des gigantischen Erfolgs ist diese Überlegung heute so lebendig wie nie. Und wenn man beobachtet, wie gut das Publikum auf „Bullys“ Werke reagiert, könnte man vermuten, dass der Wilde Westen auch zukünftig rufen wird.
„Das Kanu des Manitu“ ist ein seltener Fall: Ein deutscher Film, der nicht nur kurzfristig erfolgreich ist, sondern erfolgreich bleibt. Er unterhält, er liefert ein Nostalgiegefühl und er verbindet Generationen im Kinosaal. Nicht vielen Filmen gelingt der Spagat zwischen albernem Humor und perfekter Handwerkskunst. „Bully“ schafft ihn - und zwar nun schon seit über zwei Jahrzehnten. Vielleicht ist das größte Geheimnis hinter seinem Erfolg gar nicht die Komödie selbst, sondern das Gefühl, mit dem man aus dem Kino kommt: Man hat gelacht - herzhaft, und irgendwie auch ein bisschen über sich selbst. Und dafür lieben die Menschen „Bully“.
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