Beziehungsratschlag

Andrea Kiewel gibt ihre ganz persönlichen Liebes-Tipps

02.04.2026, 13.09 Uhr
Andrea Kiewel verteilt persönliche Liebes-Tipps statt Autogramme: Handy aus, Nähe an! Warum der „Fernsehgarten“-Star jetzt zur Beziehungsberaterin wird.
Andrea Kiewel in einem grünen Outfit.
Andrea Kiewel gibt Tipps für eine funktionierende Beziehung.  Fotoquelle: picture alliance / BoKo pictures | Boris Korpak

Normalerweise moderiert sie zwischen Schlaghosen, Schlagerstars und Sonnenschirmen auf dem Mainzer Lerchenberg. Doch diesmal überrascht Andrea 'Kiwi' Kiewel (60) ihr Publikum mit einem Thema, über das man eher bei einer Tasse Kaffee oder Tee mit einer guten Freundin plaudern würde: Intimität in Beziehungen.

In ihrer Kolumne für die Zeitschrift „Superillu“ wird die Moderatorin überraschend direkt. Anstatt sich über TV-Momente auszulassen, schreibt sie über das, was bei vielen Paaren hinter verschlossenen Türen nicht mehr passiert. Ihre Beobachtung: Mit den Jahren schleicht sich nicht nur Routine ein, sondern auch eine ordentliche Portion digitale Ablenkung.

„Interessieren Sie sich füreinander“ – Kiewels klare Diagnose

Für „Kiwi“ liegt das Problem nicht in fehlender Liebe, sondern in fehlender Aufmerksamkeit. Stress, Alltag, Familie und vor allem: Bildschirme. Ihr Rat kommt so schlicht wie deutlich daher: „Handy weg, Computer aus, Fernbedienung vom Fernseher weglegen. Interessieren Sie sich füreinander.“

Ausgerechnet sie, seit Jahrzehnten selbst ein Gesicht des Fernsehens, empfiehlt: weniger Flimmerkiste, mehr Miteinander. Es könnte ironischer nicht sein – aber ehrlicher auch nicht. Die Moderatorin ist davon überzeugt: Nähe entsteht nicht zufällig. Man muss sie wollen, und man muss aktiv etwas dafür tun.

Eigene Erfahrung statt Theorie: Andrea Kiewel ist selbst verlobt

Was „Kiwis“ Worten Glaubwürdigkeit verleiht ist, dass sie nicht aus der grauen Theorie heraus doziert. Seit einiger Zeit ist sie glücklich vergeben, vor rund einem Jahr machte sie ihre Verlobung öffentlich – live im ZDF-„Fernsehgarten“.

„Sie hat Ja gesagt“, rief sie damals fröhlich in die Kameras und hielt ihren Ring hoch. Den Mann an ihrer Seite stellt sie der Öffentlichkeit zwar nicht vor, über ihre Beziehung spricht sie jedoch offen.

Der Ring, die Spekulationen – und „Kiwis“ trockener Humor

Aufmerksame Zuschauer bemerkten später, dass der Verlobungsring plötzlich fehlte. Schnell brodelte die Gerüchteküche. Ist die Verlobung geplatzt? Im RTL-Jahresrückblick klärte Kiewel lachend auf:

Ein Stein sei aus dem Ring gefallen, das Schmuckstück liege beim Juwelier. An der Ernsthaftigkeit ihrer Beziehung habe sich nichts geändert. Ihre Antwort auf Spekulationen: „So leicht wird er mich nicht los.“ Mehr „Kiwi“ geht kaum.

Keine Wundermittel, keine Ratgeberfloskeln – nur Aufmerksamkeit

In ihrer Kolumne betont sie, dass es weder Medikamente noch dubiose Internetseiten seien, die eine Beziehung retten. Der Schlüssel zum Glück läge viel näher – und sei gleichzeitig für viele offenbar schwerer umzusetzen: echtes Interesse am Partner. Für sie beginne die Distanz oft schon früh, nämlich dann, wenn Paare aufhörten, miteinander zu sprechen und sich offen auszutauschen. Oder kurz: Wenn der Alltag mehr Raum einnimmt als das Gegenüber.

Am Ende gehe es ihr nicht darum, wie oft Paare intim miteinander seien. Entscheidend sei, dass beide sich mit der Situation wohlfühlen. Zu guter Letzt verabschiedet sie ihre Leser mit einem Augenzwinkern: „Na dann, viel Spaß!“

Zwischen Liebes-Tipps und Live-Show: Am 10. Mai geht es wieder los

Während sie versucht, in ihrer Kolumne Beziehungen zu stärken, steht beruflich schon das nächste Großereignis an. Am 10. Mai startet der ZDF-„Fernsehgarten“ in die neue Saison. Bis zum 27. September läuft die Show wieder jeden Sonntag live ab 11.50 Uhr. Dieses Jahr feiert die Sendung sogar ihr 40. Jubiläum. Für die erste Ausgabe sind unter anderem Beatrice Egli (37), Vanessa Mai (33) und Peggy March (78) angekündigt.

Irgendwo zwischen Schlager, Sommerwetter und Publikum denkt man dann vielleicht plötzlich an „Kiwis“ wichtigste Botschaft: Nicht auf den Bildschirm schauen, sondern auf den Menschen neben sich. Denn laut Andrea Kiewel beginnt die große Liebe manchmal mit einer ganz kleinen Bewegung: die der eigenen Hand, die den Fernseher ausschaltet und damit Raum für Nähe schafft.

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