Irans bekanntester Regisseur: Abbas Kiarostami
Fotoquelle: Andrea Raffin/shutterstock.com

Abbas Kiarostami

Lesermeinung
Geboren
22.06.1940 in Teheran, Iran
Gestorben
04.07.2016 in Paris, Frankreich
Sternzeichen
Biografie

Er war der wohl bekannteste und erfolgreichste Regisseur aus dem Iran: Abbas Kiarostami. Schon sehr früh interessierte er sich für die Kunst: Im Alter von 18 Jahren gewann er einen Zeichenwettbewerb und verließ später sein Zuhause, um sich in Teheran dem Studium der Bildenden Künste zu widmen. Während der Sechzigerahre arbeitete er als Designer und lllustrator im Bereich Werbung, stellte Werbespots und Poster her und bebilderte Kinderbücher.

1969 half Kiarostami dem "lnstitut für Intellektuelle Weiterbildung von Kindern und Jungen Erwachsenen" eine Abteilung für Filmemacher aufzubauen. Deren erste Produktion, der 12-minütige Film "Das Brot und die Straße", war zugleich Kiarostamis erstes Werk. Die neu gegründete Sektion des Institutes wurde im Verlauf der Zeit zu einem der bekanntesten iranischen Filmstudios, das nicht nur die Filme von Kiarostami produzierte, sondern auch iranische Klassiker wie "The Runner", "Bashu" oder "The Little Stranger".

Seit "Das Brot und die Straße" führte Kiarostami bei über 20 Spiel-, Dokumentar- und Lehrfilmen Regie. Außerdem drehte er für das Fernsehen und schrieb Drehbücher für andere Regisseure. Doch erst in den Achtzigerjahren wurden seine Filme erstmals auch außerhalb des Irans gezeigt: Es war die sogenannte "Erdbeben-Trilogie" - "Wo ist das Haus meines Freundes?" (1988), "Und das Leben geht weiter" (1992), "Quer durch den Olivenhain" (1994) -, die ihn im Westen bekannt machte.

1996 wurde er mit einer Retrospektive der Gesellschaft für Film in New York geehrt, ein Jahr später erhielt er in Cannes für sein Meisterwerk "Der Geschmack der Kirsche" die höchste Auszeichnung: die Goldene Palme. Noch im selben Jahr, am 13. November 1997, zeichnete die UNESCO ihn mit der Fellini-Medaille aus.

Das Lieblingsthema und die Lieblingsdarsteller von Abbas Kiarostami waren Kinder (Ausnahmen sind seine Filme "Der Bericht" und "Close up", 1990). Er bevorzugte einen Arbeitsstil, den man am besten mit "work in progress" bezeichnen kann: Die Drehbuchszenen werden nur selten wirklich ausgearbeitet, die Darsteller bekommen lediglich eine Vorstellung von dem, was gedreht werden soll. Daher bezeichnete Kiarostami seine Laiendarsteller gerne als die eigentlichen Drehbuchautoren und Regisseure seiner Filme.

Neben der "Erdbeben-Trilogie" kann man seine Filme "Und das Leben geht weiter", "Close up" und "Quer durch den Olivenhain" als eine Trilogie über das Kino zusammenfassen. "Der Geschmack der Kirsche" markiert in dieser Hinsicht einen Schnitt, an den wiederum "Der Wind wird uns tragen" (1999) anknüpft: Eine filmische Reflexion über die Konfrontation von Leben und Tod und zugleich eine zutiefst mystische Überlegung. Nicht das Ziel, sondern der Weg dahin führt zur eigentlichen Vollendung.

Am 4. Juli 2016 starb Abbas Kiarostami an den Folgen einer Krebserkrankung.

Weitere Filme von Abbas Kiarostami: "A propos de Nice - Wie es weiterging" (1998), "Ten" (2002), "Die Liebesfälscher" (2010), "Like Someone in Love" (2012).

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