Die Kamera begleitet eine geschiedene Frau, die mit ihrem Auto fast schon Taxidienste übernommen hat: An einem Tag fährt sie ihren Sohn durch Teheran, dann ihre Schwester, gefolgt von einer alten Frau, einer Prostituierten, ihre Freundin, die heiraten will, und schließlich eine von ihrem Geliebten verlassene Bekannte.

Abbas Kiarostami, wohl der bekannteste iranische Filmemacher (Gewinner der Goldenen Palme in Cannes für "Der Geschmack der Kirsche" und des Goldenen Löwen in Venedig für "Der Wind wird uns tragen"), hat diesmal eine betulich dahin plätschernde Bestandsaufnahme der Frauen Teherans inszeniert. Die fast dokumentarisch wirkenden Bilder leiden allerdings an ihrem Format, denn Kiarostami hat mit einer Digitalkamera gedreht.