Der Geschmack der Kirsche

KINOSTART: 01.01.1970 • Gesellschaftsporträt • Iran (1997)
Lesermeinung
Originaltitel
Ta'm e guilass
Produktionsdatum
1997
Produktionsland
Iran
Herr Badii hat sich zum Selbstmord entschieden und am Straßenrand eine Grube ausgehoben. Nun fährt er mit seinem Jeep durch staubige Teheraner Straßen, um dort irgendwo am Stadtrand jemanden zu finden, der ihn am nächsten Morgen nach seinem Freitod begräbt. Ein Stück Wüste zwischen ausgedörrten Wiesen, Hochhäusern und vereinzelten Menschen. Der eine reagiert auf dieses Ansinnen misstrauisch, der andere verständnislos oder verärgert. Dem Soldaten zeigt er gar das Grab, indem er sich hineinlegt und erklärt, wie es zuzuschaufeln sei. Zwanzig Schaufeln nur, wenig Arbeit für viel Geld. Scheinbar unverrichteter Dinge muss sich Herr Badii ins leere Grab legen und abwarten. Am Ende aber trifft er den alten Taxifahrer, Herrn Bagheri, der ihm seinen letzten Wunsch erfüllen wird. Der Handel wird geschlossen, zuvor aber muss sich der Selbstmörder noch die Geschichte des Totengräbers anhören. Der war selbst vor Jahren nahe dran, sein Leben wegzuwerfen, indem er sich mit einem Strick an einem kräftigen Ast in einer Kirschbaumplantage aufhängen wollte. Dann jedoch roch und schmeckte er die Kirschen ...

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