Reinhold Messner

Reinhold Messner

Ein Besuch bei dem Abenteurer (1996)



Ein steiler Schotterweg führt hoch zur Burg Juval, der Residenz von einem, der schon immer hoch hinaus wollte: Reinhold Messner (52). Die Sonne strahlt vom Himmel, der Blick auf das Südtiroler Vinschgau ist heute besonders schön. Vor zwölf Jahren hat sich der Messner die Burg aus dem 13. Jahrhundert für 60000 Mark gekauft, damals haben ihn die Leute wieder einmal für einen Spinner gehalten. Doch das war dem ruppigen Abenteurer, der die drei Eckpfeiler der Erde gesehen hat - Süd- und Nordpol sowie Mount Everest - immer schon egal.

Wir sitzen neben Messners Lieblingsfigur, einem zwei Meter hohen tibetanischen Buddha, auf einem Gabbeh-Teppich. An den Wänden hängen Masken, die der Sammler in der ganzen Welt zusammengetragen hat. Für ihn ist die Burg ein Kunstwerk. Und weil Machen schöner ist als Haben sucht er bereits eine neue Ruine. Fast hätte er hier auf Juval seine Karriere als Bergsteiger beendet. Er, der als erster Mensch alle 14 Achttausender bestiegen hat, stürzte von einer Mauer. Ironie des Schicksals? "Nein, ein Unfall. Es war dunkel und ich bin ausgerutscht, habe mir die Ferse zertrümmert." Ein halbes Jahr konnte er nicht laufen, doch heute ist er wieder fit, "zu 98 Prozent".

Wieder einmal Glück gehabt? "Jeder ist seines Glückes Schmidt. Als Hasardeur wäre ich lange umgekommen. Ich bin mir mein eigenes Schicksal und glaube nicht an eine Kraft außerhalb des Kosmos, die jeden von uns am Ende in den Graben fallen läßt." Da sitzt er nun im gestreiften Hemd, mit Jeans und Turnschuhen, philosophiert über das Leben, und ich versuche mir vorzustellen, wie er mit vereistem Bart durch die Arktis zieht. Einige Expeditionen sind gescheitert, also gibt es Grenzen, auch für Reinhold Messner...

Ein Besuch bei dem Abenteurer (1996)



"Ich mache keinen Sport, sondern taste mich an die Grenzen und Enden der Welt. Das kann ich nur überleben, wenn ich vorsichtig bin." Im Frühjahr wird Messner seine Recherchen über "Yeti" in Tibet zu Ende bringen. Gibt es den wirklich? "Nicht diesen Schneemenschen. Die echte Legende geht auf ein lebendes Tier zurück und ich will beweisen, daß die Legende heute lebt." Danach will Messner wieder einen Achttausender besteigen und die abgebrochene Tour zum Nordpol wiederholen.

Neu zu entdecken gibt es auf dieser Welt schon lange nichts mehr. Empfindet er das als Fluch des Zu-spät-Geborenen? "Nein. Der Norweger Amundsen, zweifellos der erfolgreichste Eisfahrer um die Jahrhundertwende, war ständig pleite. Dabei hat er nur zehn Expeditionen gemacht, ich heute schon 70. Ich habe die Pole neu erfunden. Als ich ohne Maske den Everest bestiegen habe, hat das plötzlich so viele Leute interessiert, daß mein Buch ein Bestseller wurde."

Nur im Alltag hat der Grenzgänger Probleme. Lieber zehnmal Grönland als der tägliche Überlebenskampf im real existierenden Europa! "Die bürokratischen Grenzen sind unangenehmer als die natürlichen, weil sie nicht nötig sind." Uber solchen Gedanken kann der Mann aus den Bergen richtig wütend werden. Gibt es Dinge, vor denen er Angst hat? "Ich habe Angst umzukommen, also habe ich Angst vor meinen eigenen Expeditionen. Allerdings nur im Vorfeld, beim Tun dann weniger. Mit einem Schlitten voller Angst kommt man nicht weit!"



Reinhold Messner wurde 1945 als zweites von neun Kindern in Brixen/Südtirol geboren. Im Alter von 15 Jahren ist er schon ein begeisteter Felskletterer, mit 20 hat er schließlich rund 500 Klettertouren in den Ostalpen und Dolomiten unternommen, die ihm den Ruf eines Ausnahme-Alpinisten und Extrem-Abenteurers einbringen.

1970 startete Messner zu seiner ersten Himalaya-Expedition und bestieg mit seinem zwei Jahre jüngeren Bruder ohne Sauerstoffgerät den 8125 m hohen Nanga Parbat. Die beiden erreichen zwar den Gipfel, der Bruder kommt aber beim Abstieg in einer Lawine ums Leben. Messner erleidet schwere Erfrierungen. Trotzdem gibt er 1971 seine Anstellung als Lehrer endgültig auf und nennt sich seither selbst "Abenteurer und Schriftsteller".

Weltweites Aufsehen erregt Messner 1978, als er zusammen mit Peter Habeler ohne Sauerstoffgerät den 8848 m hohen Gipfel des höchsten Berges der Erde, des Mount Everest, erreicht. Noch kurz vor der Besteigung hatten namhafte Physiologen solch ein Unternehmen ohne Atemmasken für unmöglich erklärt. 1980 schafft er den Mount Everest im absoluten Alleingang ohne Sauerstoffgerät von der tibetanischen Nordseite aus. Messner kam auf seinen gewagten Unternehmungen bislang mit einigen Erfrierungen davon.

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