Val Guest

Valmond Guest
Lesermeinung
Geboren
11.12.1911 in London, Großbritannien
Gestorben
10.05.2006 in Palm Springs, Kalifornien, USA
Sternzeichen
Biografie
Als Schauspieler hat Val Guest wenig Erfolg, Frust bringt ihn zum Filmjournalismus. Hier reussiert er als angesehener Kritiker und wird vom Hollywood Reporter engagiert und schreibt auch im Los Angeles Examiner. Nach London zurückgekehrt, schreibt er Drehbücher für britische Filme in den Mittfünfzigern und spezialisiert sich auf Komödien und Thriller. Bei Gainsborough Productions hat er Erfolg mit "Otto zieh' die Bremse an" ("Oh, Mr. Potter!", 1937) "Alfs Button Afloat" (1938), "Ask a Policeman" (1939), "The Ghost Train" (1941). Ein Jahr später inszeniert er zum ersten mal selbst einen Kurzfilm "The Nose Has It".

Als beim nächsten Film "Miss London Ltd." der Regisseur ausfällt, holt ihn die Firma an den Set. So inszeniert er mehr zufällig seinen ersten Film - und der wird ein Erfolg. Dann folgen "Musikpiraten" ("I'll Be Your Sweetheart", 1944), "Die Atomente" ("Mr. Drake's Duck", 1950), "Die Schmugglerprinzessin" ("Penny Princess", 1952), "Robin Hood, der rote Rächer" ("The Men of Sherwood Forest", 1954) mit Rod Taylor in der Titelrolle. Bis in die 70er Jahre dreht Guest jährlich bis zu drei Filmen, die meisten sind rein für den britischen Markt bestimmt. Allerdings ist seine Robin-Hood-Version äußerst vergnüglich, ein richtiger Film für Kinder. Zu den besseren Filmen des eher konventionellen Regisseurs gehört auch "Zum Tanzen geboren" ("Dance Little Lady", 1954) mit Mai Zetterling in der Hauptrolle. Es geht um das harte Leben einer begnadeten Tänzerin und ihrer nicht weniger begabten Tochter, die unter einem sadistsischen Ehemann und Vater leiden, bis dieser in einem brennenden Haus umkommt. Ein gut gebautes, nicht allzu sentimentales Melodram.

Der nächste Val-Guest-Film, der bei uns ins Kino kommt, heißt "Schock" ("Quatermass Experiment", 1955) und gehört mit "Feinde aus dem Nichts" (1957) zu seinen besten Sciencefiction-Horrorfilmen neben Joseph Loseys "Sie sind verdammt" ("The Damned", 1962). Ein Forscherteam gerät auf einer Weltraumreise in eine gefährliche Situation. Von drei Astronauten kommt nur einer zurück und bei ihm stellt man eine allmähliche physische Veränderung fest. Bevor er - inzwischen zum Ungeheuer mutiert - die Erde vernichtet, wird er getötet. Der Leiter der Expedition, Professor Quatermass, setzt seine Forschungen fort, in Guests Fortsetzung "Feinde aus dem Nichts" (1957) kann er in letzter Minute verhindern, dass feindliche Außerirdische der Menschheit gefährlich werden können. Einen dritten "Quatermass"-Film inszenierte Roy Ward Baker 1967, nachdem es beim zweiten Film zu extremen Auseinandersetzungen mit dem Co-Autor Nigel Kneale kam. Val Guest ist mit der Schauspielerin Yolande Donlan verheiratet, die in einigen seiner Filme spielte.

Zu Guests besten Krimis zählen "Im Schatten der Angst" ("The Weapon", 1956) mit Steve Cochran, "Hetzjgd" ("Hell is a City", 1959) mit Stanley Baker, "Der unsichtbare Schatten" ("The Full Treatment", 1960). Zu den interessanteren Sciencefiction-Filmen von Guest zählen "Der Tag, an dem die Erde Feuer fing" von 1961, den "Casino Royal"-Drehbuchautor Wolf Mankowicz geschrieben hat. Es geht um eine, an den Fakten der Zeit orientierte Notsituation, die durch die gleichzeitige Zündung von zwei atomaren Versuchsraketen entsteht. Von Val Guest, der übrigens auch einer der Regisseure von "Casino Royale" (1966) war, lief zuletzt "Tom und Bobby in Aktion" von 1977.

BELIEBTE STARS

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN