Alleingelassen – Wenn Angehörige nach der Wahrheit suchen müssen
Heute 26.02.2026 • 21:05 - 22:00 Uhr
Info, Reportage
Lesermeinung
 Bei der Verhandlung im Fall Christa im November 2024. Die Hinterbliebenen sind unzufrieden. „Nichts ist rausgekommen. Das war kein Geständnis!“, sagt Tochter Kimberley.
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 Hier auf diesem Acker, 700 Meter von der Wohnung des Angeklagten entfernt, wurde Christa vergraben. Michael und Kimberley legen Blumen nieder.
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 Brigitta Scharinger (rechts) mit einer Freundin von Jenni bei der Mahnwache am Heldenplatz in Wien – acht Jahre nach Jennis Verschwinden und wenige Tage nach dem Geständnis ihres Exfreundes.
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 Acht Monate suchte die Familie vergeblich nach Christa – mit Flugzetteln, eigenen Recherchen und intensiven Suchaktionen: „Bitte Mama, komm nach Hause“.
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Originaltitel
Alleingelassen – Wenn Angehörige nach der Wahrheit suchen müssen
Produktionsland
A
Produktionsdatum
2026
Info, Reportage

Alleingelassen – Wenn Angehörige nach der Wahrheit suchen müssen

Was bleibt, wenn Polizei und Justiz einen Fall als erledigt betrachten – Angehörige aber mit quälenden Fragen zurückbleiben? "Am Schauplatz"-Reporterin Julia Kovarik begleitet zwei Familien, die jahrelang um Antworten kämpfen und sich von den Behörden im Stich gelassen fühlen. Der Fall Jennifer Scharinger 2018 verschwindet Jennifer aus ihrer Wohnung. Handy, Schlüssel und Geldbörse bleiben zurück. Der Exfreund gilt früh als dringend tatverdächtig, doch Beweise fehlen – die Ermittlungen werden nach einem Jahr eingestellt. Ihre Mutter Brigitta beginnt selbst zu suchen. Jahrelang durchkämmt sie den Hollabrunner Wald, überzeugt, dass Jennifer dort vergraben wurde. Mit einem privaten Helferkreis sammelt sie Hinweise und recherchiert unermüdlich. Acht Jahre später gesteht der Exfreund den Mord. "Da verschwindet ein Mädchen und es passiert einfach nichts. Ich hatte keine andere Möglichkeit, als Jenny selbst zu suchen", sagt Brigitta Scharinger. Der Fall Christa P. Im Oktober 2023 verschwindet die 54-jährige Christa nach einer Partynacht in Linz spurlos. Ihre Kinder organisieren eigene Suchaktionen und hoffen monatelang auf ein Lebenszeichen. Acht Monate später gesteht ein Bekannter, Christa sei nach Drogenkonsum in seiner Wohnung zusammengebrochen. Er habe keine Rettung gerufen und ihren Leichnam später auf einem Acker vergraben. Für die Kinder bleiben Zweifel. Eine Tatrekonstruktion wird abgelehnt. Die Staatsanwaltschaft klagt wegen Im-Stich-Lassens eines Hilfsbedürftigen und Störung der Totenruhe an – das Urteil: sechs Monate Haft. "Der Fall soll abgeschlossen sein – aber das ist keine Gerechtigkeit", sagt Sohn Michael.

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