Nachhaltigkeit ist seit Jahren ein großes Thema – auch in der Reisebranche. Doch bei der Urlaubsbuchung hat es nicht die höchste Priorität, wie ein im Herbst 2025 veröffentlichter Bericht zeigt, der von der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) gemeinsam mit dem Umweltbundesamt (UBA) herausgebracht wurde.
Gut zwei Drittel der Befragten (67 Prozent) gaben 2024 an, dass ihnen ökologische oder soziale Nachhaltigkeit beim Reisen wichtig ist – ein Wert, der seit 2012 kontinuierlich gestiegen ist. Jedoch war die Nachhaltigkeit eines Reiseangebots bei der konkreten Buchungsentscheidung am Ende nur selten ausschlaggebend. Nur bei ein bis fünf Prozent der Reisen, die die Befragten buchten, spielte Nachhaltigkeit eine Rolle. Vor allem Fern- und Auslandsreisen sind beliebt, und das Flugzeug ist das beliebteste Verkehrsmittel vor dem PKW.
Umweltbundesamt-Präsident Dirk Messner sagt: „Wir sehen hier einen deutlichen Widerspruch: Viele Menschen wünschen sich mehr Nachhaltigkeit beim Reisen, tatsächlich aber steigt der Anteil klimaschädlicher Flugreisen weiter an. Diese Diskrepanz zwischen Haltung und Verhalten ist ein zentrales Problem, das wir stärker in den Blick nehmen müssen.“
Den Grund für diesen Widerspruch sieht die Studie in den verschiedenen Ansprüchen, die Reisende an ihren Urlaub stellen. „Die allermeisten Deutschen reisen einfach nicht in erster Linie, um sich für Nachhaltigkeit zu engagieren oder um den Menschen in den Zielgebieten etwas Gutes zu tun, sondern um Abstand vom Alltag zu gewinnen, sich zu erholen und Freude zu haben“, erklärt Wolfgang Günther, Tourismusexperte und Mitautor der Studie.
Die Studie kommt zu dem Fazit, dass eine grundlegende Veränderung des Reiseverhaltens hin zu mehr Nachhaltigkeit nicht einzig und allein Aufgabe der Kunden ist. Vielmehr sei die Tourismusbranche gefragt – mit attraktiven Angeboten und klarer Kommunikation. Denn der Wunsch nach nachhaltigerem Urlaub sei definitiv vorhanden.
Der Nachfragemonitor „Nachhaltigkeit bei Urlaubsreisen“ ist eine Untersuchung der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen e.V. (FUR), die über drei Jahre mit finanzieller Unterstützung der Umweltbundesamts aus Mitteln des Bundesumweltministeriums durchgeführt wurde. Die Reiseanalyse der FUR, eine jährliche bevölkerungsrepräsentative Befragung von mehr als 7000 Personen ab 14 Jahren zu ihrem Reiseverhalten diente als Datengrundlage für die Untersuchung.
Was haben diese Fischkutter mit Bahnreisen zu tun? Die Antwort ist einfach: Mit dem ICE oder Regionalexpress kann man bis zur Endstation „Norddeich Mole“ fahren und direkt im Hafen aussteigen. Die Fischereiflotte ist mit das Erste, was man bei Ankunft sehen kann. Wer seinen Urlaub nicht im beliebten Ferienort an der Nordseeküste verbringen möchte, kann auch einfach mit einer der Fähren nach Norderney oder auf die autofreie Insel Juist hinübersetzen. Außerdem gibt es mittlerweile mehrere kleine Expressfähren, die gezeitenunabhängig nach Juist fahren können.
„Von den Gletschern zu den Palmen“ – so lautet der Werbeslogan der Rhätischen Bahn, wenn es um den Bernina Express geht. Die beliebte Bahnverbindung führt von Chur, der ältesten Stadt der Schweiz, über 196 Brücken und durch 55 Tunnel hinauf zum Berninapass, zu den Gletschern und hinab bis zu den Palmen im italienischen Tirano. Die vom Bernina Express befahrenen Strecken Albulabahn und Berninabahn gehören seit 2008 zum Unesco‑Welterbe. Etwas günstiger ist die Berninabahn ohne Panoramawagen.
Eine Fahrt mit der Höllentalbahn ist ein Erlebnis für die ganze Familie und bietet spektakuläre Ausblicke. Die elektrifizierte Eisenbahn‑ strecke im Schwarzwald verbindet Freiburg im Breisgau mit Titisee und Seebrugg und gilt als eine der steilsten Hauptbahnstrecken Deutschlands. Sie überwindet auf kurzer Distanz große Höhenunterschiede und führt durch das enge Höllental im Schwarzwald. Besonders bekannt ist der Abschnitt durch die Ravennaschlucht mit dem markanten Ravenna‑Viadukt, in der einer der schönsten deutschen Weihnachtsmärkte stattfindet.
Die Waldbahn verbindet den Nationalpark Bayerischer Wald sowie die Arber‑Region mit den Städten Deggendorf und Plattling. Inzwischen ist sie auf vier Linien unterwegs. Mit der Bahn erreichen Urlauber beispielsweise bequem den heilklimatischen Kurort Bodenmais im niederbayerischen Landkreis Regen am Fuß des Großen Arbers. Der Ort ist durch sein Silberbergwerk, die Glastradition und vielfältige Wander‑ und Wellness‑Angebote als ganzjähriges Urlaubsziel beliebt.
Auch das Mittelrheintal lässt sich bequem mit der Bahn entdecken. Es gibt sowohl links‑ als auch rechtsrheinisch Bahnstrecken. Die‑ se führen im Abschnitt zwischen Bingen/Rüdesheim und Koblenz vorbei an zahlreichen Burgen wie der Burg bei St. Goarshausen (Foto), Schlössern und malerischen Weinorten. Wer als Reiseziel Rüdesheim am Rhein wählt, kann von dort aus auch mit der Fähre nach Bingen übersetzen oder eine Ausflugsfahrt mit dem Schiff zur berühmten Loreley machen.