B12 - Gestorben wird im nächsten Leben
17.06.2020 • 22:45 - 00:15 Uhr
Info, Gesellschaft + Soziales
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Lenz und Franz unterwegs im Auto. Weiteres Bildmaterial finden Sie unter www.br-foto.de.
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Manni baut ein Fenster ein.
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Mane am Parkplatz.
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Der Rastplatz vom Parkplatz.
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Originaltitel
B12 - Gestorben wird im nächsten Leben
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2018
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Philosophen am Straßenrand

Von Rupert Sommer

Über zwei Jahre hinweg hat Filmemacher, Drehbuchautor und Schauspieler Christian Lerch das kleine Rasthaus an der gleichnamigen Bundesstraße 12 beobachtet. Nun wiederholt der BR seinen einfühlsamen Dokumentarfilm über die (Über-)Lebenskünstler im Abgasnebel.

Es ist eine eigentümliche Lakonie, die über dem heruntergekommenen kleinen Rasthaus, einem Fernfahrer-Imbiss, an der Bundesstraße im oberbayerischen Nirgendwo liegt. Der Drehbuchautor, Schauspieler und Regisseur Christian Lerch ("Café Meineid", "Wer früher stirbt ist länger tot" oder "Was weg is, is weg") hat für seinen Dokumentarfilm "B 12 – Gestorben wird im nächsten Leben" einen Schauplatz zwischen abgrundtiefer Tristesse und trotziger Selbstbehauptung, ja sogar Lebensfreude gewählt. Nun zeigt der BR seine einfühlsame Langzeitbetrachtung, die schon auf dem Dokfest München und im vergangenen Jahr im BR-Fernsehprogramm zu sehen war, noch einmal.

"I mechat sterb'n", meint einer der wesentlichen Protagonisten des dokumentarischen Projekts immer wieder. Und sein Mantra ist ein Hinweis darauf, dass an der staubigen B 12 eben die großen Fragen der Existenz und die Frage nach dem Sinn gestellt werden. Es geht im Film von Christian Lerch um Tod, Liebe, Freundschaft – und um das Rezept für eine gute Leberknödelsuppe. Eine Mischung, wie man sie etwa auch aus den Vor-Ort-Reportagen seines BR-Kollegen Franz Xaver Gernstl kennt.

Nur keine Kalendersprüche, bitte!

Nur dass sich im Rasthaus B 12 mit seinen kauzigen Betreibern und spröden Stammgästen eben niemand heimlich für die Kamera produziert und Kalendersprüche aufsagt. Das Leben, vor allem der einsame Alltag der B 12-Originale auf den Fernstraßen, wird hier ungeschminkt als große Last gezeigt. Nur ans Aufgeben denkt natürlich niemand. Schon gar nicht der vermeintlich sterbewillige Patriarch Lenz. Er ist 89 Jahre alt und lässt seinem Sohn Manni wenig Freiheiten. Immerhin geht es beiden ums große Ganze: Sie müssen den Betrieb an der B 12 aufrechterhalten.

Der lange Dokumentarfilm ist als Begleitprojekt zur Webserie "B12 – Auf der Suche nach dem Sinn des Lebens" entstanden, die ihre Premiere einst in der BR-Mediathek feierte.

B 12 – Gestorben wird im nächsten Leben – Mi. 17.06. – BR: 22.45 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

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