Das geht unter die Haut: In dem SAT.1-Themenfilm "Dein Leben gehört mir" glaubt Josefine Preuß, ihr Glück gefunden zu haben – und steht plötzlich gefährlichem Stalking gegenüber. Kann sie sich gegen ihren einstigen Traummann wehren?

Marie Luise "Malu" Barstedt (Josefine Preuß) ist überglücklich: Sie hat ihren Traummann gefunden! Hannes Jäger (Vladimir Burlakov) ist charmant, höflich, er verwöhnt sie und gibt ihr ein Gefühl von Sicherheit. Die Ärztin ist sich im SAT.1-Thriller "Dein Leben gehört mir" sicher: Er ist der Richtige! Doch die verliebte Euphorie lässt schnell nach. Schon nach kurzer Zeit kommt ihr Hannes' Verhalten mehr als merkwürdig vor ...

Hannes ist eifersüchtig, erfindet Ausreden, verfolgt sie bis zur Arbeit und taucht in ihrer Wohnung auf. Bald muss Malu feststellen, dass Hannes nicht der ist, für den sie ihn gehalten hat. Die Beziehung ist schnell beendet – doch der Psychoterror fängt erst an: Er verfolgt sie, verstrickt sie in Lügen, torpediert ihre neue Arbeitsstelle und zerstört so Stück für Stück ihr Leben. Und das Schlimmste: Sie kann nichts tun. Denn Hannes geht so geschickt vor, dass er keine Spuren hinterlässt und sie als die Verrückte dastehen lässt. Malu ist dem Wahnsinn nahe. Doch sie will nicht aufgeben und nimmt sich vor, die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Aber wie geht man mit einem Stalker um?

Josefine Preuß verkörpert eine starke Frauenfigur, die sich nicht unterkriegen lässt. Trotz Drohungen läuft sie nicht weg, sondern sie stellt sich dem Problem und sagt sich: "Ich will mein Leben zurück!" – Ein Film voller Gänsehautmomente, der recht schnell immer düsterer wird und die perfiden Machtspielchen von Hannes mit Hinweisen andeutet und häufig mit Überraschungsaugenblicken arbeitet. Vor allem zeigen die Macher um Oscarpreisträger und Regisseur Jochen Alexander Freydank gekonnt, zu was Stalker tatsächlich fähig sind, und was in solch einer Situation helfen kann.

Stalking ist in Zeiten der digitalen Medien ein reales Problem – und bleibt oft ungeklärt. Eifersüchtige Verlassene, die um ihre Liebe kämpfen, rachsüchtige Freunde oder überbesorgte Menschen, die ihre Lieben überall beschützen wollen: Jeder kann betroffen sein. Gestalkt zu werden ist nicht nur unangenehm, sondern birgt oft unterschätzte Gefahren, denn oft ist der Stalker psychisch krank. Für Betroffene kann die Situation lebensgefährlich werden, wie es auch im Film zu heiklen Situationen kommt. "Eine Sensibilisierung ist wichtig, denn leider bietet die aktuelle Gesetzeslage den Opfern immer noch nicht ausreichend und vor allem keinen rechtzeitigen Schutz", erklärt Hauptdarstellerin Josefine Preuß.

Stalking: Ein weitverbreitetes Problem

Diese Missstände müssen öffentlich thematisiert werden. Der Film "Dein Leben gehört mir" ist einer von drei Filmen, die im Rahmen der SAT.1-Themenfilmreihe unter dem Schlagwort "#WirZeigenHaltung" gezeigt werden. Im ersten Film "Lautlose Tropfen", der am 25. März ausgestrahlt wurde, ging es um Verabreichung von K.o.-Tropfen und die schwierige Aufgabe, die Täter zu überführen. Den dritten und letzten Film "Ein ganz normaler Tag" zeigt SAT.1 am 8. April. Hier tritt das Thema Zivilcourage in den Vordergrund – und wie schwer es ist, trotz fehlender Zeugenaussagen die richtigen Täter zu finden.

Die Hauptdarstellerinnen Stefanie Stappenbeck ("Lautlose Tropfen"), Josefine Preuß ("Dein Leben gehört mir") und Sonja Gehardt ("Ein ganz normaler Tag") verkörpern starke Frauen, die versuchen, mit ihrem jeweiligen Schicksal umzugehen. Dabei bringen sie jede Menge Mut auf, denn sogar die Polizei scheint an den dramatischen Fällen zu scheitern. Mit den bewegenden Geschichten knüpft SAT.1 an die erfolgreichen Themenreihen der früheren Jahre an, in denen es um Cyber-Mobbing (2017), Organspende (2016) und Häusliche Gewalt (2015) ging.

Im Anschluss um 22.20 Uhr wird das Thema des Spielfilms in einem "akte 20.19"-Spezial ergänzt.


Quelle: teleschau – der Mediendienst