Handwerker und andere Katastrophen
23.07.2020 • 20:15 - 21:45 Uhr
Fernsehfilm, Komödie
Lesermeinung
Silke (Tanja Wedhorn, l.) und Stefan (Oliver Mommsen, M.) wollen das neue Haus bewohnbar machen, bevor das Baby kommt. Dafür haben sie Bauleiter Panter (Jürgen Tarrach, r.) engagiert, der die Bude in vier Wochen in Schuss bringen will. Ob das gut geht?
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Silke (Tanja Wedhorn) steht kurz vor der Entbindung. Frustriert hat sie beschlossen, selbst die alte Küche zu demontieren. Die Aussicht auf einen Umzug in ein halbfertiges Haus ist nicht gerade berauschend.
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Anästhesist Stefan (Oliver Mommsen) rettet beruflich Leben, während sein eigenes durch die Arbeit der Handwerker aus den Fugen gerät. Konzentriert er sich noch auf das Wesentliche?
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Traum oder Alptraum? Stefan (Oliver Mommsen, l.), Silke (Tanja Wedhorn, M.) und ihr Sohn Jakob (Leopold Schill, r.) sind endlich stolze Hausbesitzer. Doch vor dem Einzug ist noch einiges zu tun: Vom Boden bis zur Decke, überall finden sich Gründe für eine Renovierung.
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Produktionsland
D
Produktionsdatum
2016
Fernsehfilm, Komödie

Der Albtraum im Grünen

Von Jan Treber

Wenn der Traum vom Eigenheim zum Albtraum wird ... das ZDF wiederholt eine Komödie aus dem Jahr 2016, die nur auf den ersten Blick ein banales Thema hat.

Chaos auf der Baustelle: Wasser sprudelt aus der Wand und fließt durch das frisch renovierte Badezimmer. Handwerker versuchen panisch, die Leitung zu reparieren. Zu allem Überfluss setzen genau in diesem Moment bei Silke Schröder (Tanja Wedhorn) die Wehen ein. Silke und ihr Mann Stefan (Oliver Mommsen) nahmen ihr zweites Kind zum Anlass, sich endlich den Traum vom Häuschen im Grünen zu erfüllen. Doch die anfängliche Freude währt nicht lange, denn auf der Baustelle warten nur "Handwerker und andere Katastrophen". Die Komödie von 2016, die das ZDF nun wiederholt, erzählt eine überaus banale Geschichte – doch die Umsetzung ist überraschend spritzig.

Erst sagt der Bauleiter ab, dann entpuppt sich das neue Haus als Kostenfalle. Doch egal: Die hochschwangere Silke und ihr Mann Stefan stürzen sich ins Umbau-Chaos und wollen in spätestens vier Wochen in ihr gerade gekauftes Eigenheim einziehen. Jeder halbwegs vernünftige Mensch wird spätestens hier mit den Augen rollen und versucht sein, das Programm zu wechseln. Ein Umbau und Umzug in nur vier Wochen? Unmöglich, weiß doch jeder. Trotzdem hat der Film "Handwerker und andere Katastrophen" durchaus viele nette Szenen zu bieten. Vor allem Jürgen Tarrach als trotteliger Bauleiter Panter ist ein Genuss.

Bekannte Szenarien werden köstlich überzogen dargestellt

Den neuen Bauleiter hat Arzt Stefan im Krankenhaus aufgegabelt. Allzu zuverlässig sind Panter und seine Gehilfen aber leider nicht: Trockenbauer Hein (Thilo Prothmann) montiert ein wackliges Treppengeländer, Lehrling Büny (Hüseyin Ekici) spricht kein Wort Deutsch, und Geselle Tomas (Evgenij Verenin) spielt lieber mit dem Sohn der Schröders (Leopold Schill), als sich um seine Arbeit zu kümmern.

Die hochschwangere Silke dreht durch. Als sie dann herausfindet, dass Stefan seine Zeit in der Klinik mit der Playstation verbringt, statt ihr zu helfen, ist ihre Geduld am Ende. Sie zieht in den Bauwagen anstatt in das neue gemeinsame Schlafzimmer. Von nun an liegt es an Stefan, sich um das Haus zu kümmern.

Jeder, der schon einmal mit einem Umbau oder Umzug zu tun hatte, wird sich in der ein oder anderen Szene wiederfinden, auch wenn die meisten Situationen köstlich überzogen dargestellt werden. Der Anfang der Story gerät ein wenig holprig, doch bald schon nimmt das Chaos Fahrt auf. Letztlich ist aber der Inhalt sowieso Nebensache, schließlich spielen Tanja Wedhorn, Oliver Mommsen und Jürgen Tarrach so herrlich unbeschwert miteinander, als hätten sie nie etwas anderes gemacht.

Handwerker und andere Katastrophen – Do. 23.07. – ZDF: 20.15 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

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