Hitlers Volk - Ein Deutsches Tagebuch
24.03.2026 • 22:25 - 00:01 Uhr
Info, Geschichte
Lesermeinung
Luise Solmitz aus Hamburg. Hausfrau. Ehemann Fredy und Tochter Gisela fallen unter die Rassegesetze der Nazis. Die Familie überlebt den Krieg.
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Franz Schall, geboren in Altenburg, Tischler-Lehre in Dresden. Schon vor 1933 Mitglied der Hitlerjugend. Funktionär und Pädagoge, der den NS-Staat bis 1945 unterstützt.
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Inge Thiele, eine junge Gärtnerin aus dem Ruhrgebiet, vertraut 1933 auf Hitlers Politik. Sucht nach Wohlstand und dem Mann fürs Leben. Bis Kriegsende ist sie von Hitler überzeugt. Ihr Name ist auf Wunsch der Familie anonymisiert.
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Matthias Mehs, Gastwirt in Wittlich. Konservativer Stadtpolitiker, der den Nationalsozialismus ablehnt.
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Originaltitel
Hitlers Volk - Ein deutsches Tagebuch
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2025
Info, Geschichte

Hitlers Volk - Ein Deutsches Tagebuch

30. Januar 1933: Die Nazis kommen an die Macht, Adolf Hitler wird Reichskanzler. Die Dokumentation erzählt von fünf Menschen und ihren Familien auf Basis ihrer überlieferten Tagebücher. "Bald weht frischer Wind in Deutschland, und es wird manches anders werden", schreibt der 20-jährige Tischlerlehrling Franz Schall begeistert. Der Katholik Matthias Mehs ist entsetzt: "Wie kann ein Volk so einen Triebmenschen zum Reichskanzler machen?" Luise Solmitz ist glühende Hitler-Anhängerin - obwohl ihr Mann als Jude erste Repressalien erlebt. Sie notiert: "Nichts auf der Welt geht mir über Mann und Kind - und dennoch weiß ich, dass Hitlers Rassengrundsätze richtig sind." Die fünf Tagebuchschreiber repräsentieren unterschiedliche soziale Schichten, politische Lager und Konfessionen. Und sie schreiben aus der Unmittelbarkeit des Alltags heraus. Sie sind Anhänger der Nazis, Gegner, Ausgestoßene und Opfer der NS-Herrschaft. Fünf Lebenslinien, fünf Schicksale aus den "Friedensjahren" 1933 bis 1938, zwischen euphorischer Gefolgschaft, Karriere, Zweifel, Anpassung und Ausgrenzung: der Tischlerlehrling Franz Schall, der Wittlicher Gastwirt Matthias Mehs, der Breslauer Lehrer Willy Cohn, die Hamburger Hausfrau Luise Solmitz, die junge Gärtnerin Ilse Thiele. Ihre Tagebucheinträge erzählen von der Euphorie des "neuen Deutschland", von der täglichen Angst oder dem Ringen um kleine Kompromisse. Schicksalsschläge und Glücksmomente werden nacherlebbar. Es entsteht eine Erlebnisgeschichte aus der Unmittelbarkeit und der Situation der Zeit heraus. Sie alle lebten im Heute - und kannten das Morgen nicht. Die Filmautoren Eva Röger, Jürgen und Daniel Ast verweben die Lebensgeschichten zu einem Panorama der Zeit. Der Graphic Novelist Vincent Burmeister "übersetzt" die Tagebuch-Eintragungen in Szenen, gibt den Momenten des Erlebens eine emotionale Qualität. Es entstehen "Erinnerungsbilder", die ein Ausdruck der Seelenlandschaften der Protagonistinnen und Protagonisten sind. Redaktionshinweis: Die zweite Folge der zweiteiligen Dokumentation "Hitlers Volk - Ein Deutsches Tagebuch" zeigt 3sat am Dienstag, 31. März, um 22.25 Uhr.

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