Papa hat keinen Plan
12.04.2019 • 20:15 - 21:45 Uhr
TV-Film, TV-Komödie
Lesermeinung
Jan Epstein (Lucas Gregorowicz) restauriert Klaviere in liebevoller Kleinarbeit
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Opa Luigi (Andrea Lala) möchte am Klavier spielen, was Jan (Lucas Gregorowicz) restauriert hat. Im Hintergrund Jans Auftraggeberin Caterina (Bettina Giovannini, li.) und Olivia (Maria Vittoria Barrella)
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Jan (Lucas Gregorowicz) und seine Tochter Mia (Bianca Nawrath) im Urlaub.
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Die 16-jährige Mia (Bianca Nawrath) begleitet ihren Vater Jan (Lucas Gregorowicz) nach Italien.
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Klavierbauer Jan (Lucas Gregorowicz) ist ein charmanter, aber unzuverlässiger Vater. Mit seiner Tochter Mia (Bianca Nawrath) begibt er sich auf eine turbulente Italianreise und versucht einen Neuanfang, nachdem er sie nach der Trennung von seiner Frau vernachlässigt hat.
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Einar (Tim Bergmann, li.) weiß, dass Jan (Lucas Gregorowicz) noch an seiner Exfrau hängt.
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Jan (Lucas Gregorowicz) und Tochter Mia (Bianca Nawrath) sind in Italien auf Tour.
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Jan (Lucas Gregorowicz, li.), Serafina (Clelia Sarto) und Tochter Mia (Bianca Nawrath) werden von zwei Carabinieri (Pino Ammendola und Giovanni Auriemma, hinten rechts) gestoppt.
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Serafina (Clelia Sarto, li.) mit Tochter Mia (Bianca Nawrath) und ihrem Exmann Jan (Lucas Gregorowicz).
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Jan (Lucas Gregorowicz) mit seiner Auftraggeberin Caterina (Bettina Giovannini).
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Jan (Lucas Gregorowicz) und seine Tochter Mia (Bianca Nawrath) im Urlaub.
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Stefanie (Johanna Christine Gehlen) hat andere Vorstellungen von ihrer Zweisamkeit als Jan (Lucas Gregorowicz).
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Jan (Lucas Gregorowicz), Serafina (Clelia Sarto) und Tochter Mia (Bianca Nawrath) werden von zwei Carabinieri (Pino Ammendola und Giovanni Auriemma, li.) gestoppt.
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Drei ist einer zu viel: Serafina (Clelia Sarto) mit ihrem Exmann Jan (Lucas Gregorowicz, Mitte) und ihrem Verlobten Einar (Tim Bergmann).
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Jan (Lucas Gregorowicz) hat bei seiner Tochter Mia (Bianca Nawrath) einiges gutzumachen.
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Jan (Lucas Gregorowicz) und seine Tochter Mia (Bianca Nawrath) finden langsam zusammen.
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Die Konzertmusikerin Serafina (Clelia Sarto) ist ihrer 16-jährigen Tochter Mia (Bianca Nawrath) nachgereist, die mit ihrem Vater Jan (Lucas Gregorowicz) in Italien Urlaub macht.
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Mia (Bianca Nawrath) und Jan (Lucas Gregorowicz) haben sich die Reise anders vorgestellt.
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Einar (Tim Bergmann, l.) und Jan (Lucas Gregorowicz) söhnen sich aus.
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Hint
Audiodeskription
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2018
TV-Film, TV-Komödie

Ein Teenager lässt es knallen

Von Hans Czerny

Klavierbauer Jan (Lucas Gregorowicz) ist verschuldet, die Liebste würde gerne mit ihm zusammenziehen, und Tochter Mia, die er vor 13 Jahren samt Mutter verlassen hat, will nichts mehr von ihm wissen. Doch eine Reise nach Italien schmiedet alle wieder zusammen.

Eine Reise nach Italien macht uns alle immer wieder schwach. Dem Reiz des Mandolinenklangs und einer Serpentinenfahrt über dem Golf kann sich niemand ernstlich entziehen. Auch im Falle der romantischen Freitagskomödie "Papa hat keinen Plan" nach dem Trivialroman "Wenn nicht, dann jetzt" von 2012 ist das wieder so: Ist erst mal Italien erreicht, geht dem Zuschauer mit den Protagonisten das Herz sperrangelweit auf.

Eine erste, vom Off-Kommentar der Hauptfigur, nämlich des unzuverlässigen Vaters und Klavierbauers Jan (Lucas Gregorowicz) begleitete Szene auf der Piazza wirkt vielversprechend. Sogar eine Art Toto ist als Polizist zugegen und alle, Deutsche wie Italiener, plappern erfrischend frech durcheinander. Alles wird aber von Tochter Mia (Bianca Nawrath) übertroffen, die sich seit nunmehr 13 Jahren von ihrem nach der Scheidung entflohenen Vater verachlässigt fühlt. Weil Jan eine Pianoforte-Lieferung in den Süden benutzt, um seiner übergriffigen Freundin, aber auch dem Gerichtsvollzieher zu entfliehen, tun sich die beiden zusammen.

Mia, 16, hat auf der Reise so ziemlich alles im Griff. Früher hätte man gesagt: Sie hat im Vater-Tochter-Verhältnis die Hosen an. Das Kind ist an der Macht. Schließlich ist Mia im Recht, der Papa hatte sich damals nach der Scheidung einfach verdrückt. Die Konstellation könnte ganz reizvoll sein, weil sie dem üblichen Muster der Familienversöhnung entgegenläuft. Leider lässt Mia aber die Muskeln ein bisschen zu sehr spielen. Der Jungsprech kommt ihr von der Zunge wie Kaugummiblasen. "Nur mal die Basics", erklärt sie sogleich dem Papa, "Wir sind noch lang keine Buddies", wenn der sich mal wieder zu weit vorgewagt hat. Und, damit das klar ist: "Du mischt dich nicht in mein Leben ein – und ich mich nicht in deins!"

Ist ja gut, wir haben ja schon verstanden. Tennager sind so, besonders wenn sich der Alte beim Sich-Übergeben nach drei Tiramisu gleich eine Essstörung vermutet, oder hinter dem Turteln in der Strandkabine eine unziemliche Annäherung. Wie gut, dass es vor Ort genügend erwärmende Höflichkeiten auf Italienisch gibt. Schönste Sprachmusik und, auch das, monetäre Hilfe für den von der Armut bedrohten Klavierstimmer aus Deutschland. "Die Deutschen sind auch nicht mehr das, was sie mal waren", sagt süffisant die freundliche Gastgeberin.

Handyseuche und Cinquecento

Dass das alles auf ein versöhnendes Happyend zulaufen wird, will das Gesetz des Degeto-Freitagsfilms (Produktion: Saxonia Media, mithilfe der Filmförderung von Kampanien), in dem die seuchenhaft um sich greifende Handy-Dramaturgie eine wahre Orgie feiert. Indessen wird hier endlich mal saubere Italien-Werbung betrieben. Kein TV-Commercial bekäme das besser hin, wenn der Cinquecento wie in den Fünfzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts um die Kurve biegt, oder wenn Papa durchs Fernrohr über den blauen Golf von Neapel lugt. Künftig wolle er alle Jahre wieder zwei Wochen mit der versöhnten Tochter in Italien Urlaub machen. Dass die ihn dann bloß nicht fragt, ob er ein "Honk" oder wenigstens "vom Affen gebissen" sei.


Quelle: teleschau – der Mediendienst

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