Re: Spezialeinheit für Wiens Migrantinnen
05.03.2026 • 19:40 - 20:15 Uhr
Info, Gesellschaft + Soziales
Lesermeinung
Several thousand refugees are wandering into the direction of Deutscland
Dramatical picture from European refugees crisis
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Originaltitel
Spezialeinheit für Wiens Migrantinnen
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2025
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Re: Spezialeinheit für Wiens Migrantinnen

Fatima Keblawi ist eine der "Nachbarinnen" aus Wien. Sie begleitet Migrantinnen wie Maisaa oder Hiba, die meist isoliert leben und keinen Zugang zu Bildung oder Arbeit haben - beim Deutsch lernen, bei Arztterminen und bei Fragen zur Kindererziehung, Finanzen oder Partnerschaft. Maisaa wurde in Syrien mit ihrem Cousin verheiratet und hat mit fünfzehn Jahren ihr erstes Kind bekommen. Die 26-Jährige lebt mit ihren fünf Kindern und dem Mann seit 2022 in Wien - ohne Verwandtschaft oder Sprachkenntnisse. Die Familie muss nun aus ihrer Wohnung ausziehen. Fatima unterstützt sie bei der Suche. Doch Hilfe gibt es nur im Austausch gegen aktive Schritte in Richtung Integration. Es sind kleine, aber entscheidende Aufgaben für Frauen wie Maisaa: tägliches Zähneputzen mit den Kindern als neue Routine, der erste eigene Einkauf, ein Gespräch auf Deutsch und der Mut, Grenzen zu setzen. Hiba ist einen Schritt weiter. Die 35-Jährige spricht sehr gutes Deutsch, sie sucht nach der Elternzeit Arbeit und steht für ihre Wünsche ein. Die "Nachbarinnen" - selbst Frauen mit Migrationserfahrung - kennen die Hürden und Ängste der Migrantinnen. Für sie beginnt Integration hinter den Wohnungstüren. Gegründet wurde der Verein von Ärztin Christina Scholten, die erkannte, wie wichtig Brückenbildnerinnen sind. Heute betreuen elf "Nachbarinnen" jährlich hunderte Familien, finanziert von Stadt, Bund und eigener Nähwerkstatt.

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