Sebastian Ströbel - Meine Arktis
14.11.2026 • 07:55 - 08:55 Uhr
Natur + Reisen, Land + Leute
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Originaltitel
Sebastian Ströbel: Meine Arktis
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2025
Natur + Reisen, Land + Leute

Sebastian Ströbel - Meine Arktis

"Bergretter"-Darsteller Sebastian Ströbel reist in die Arktis, eine der lebensfeindlichsten Regionen der Erde. Er geht jagen mit Ureinwohnern, trifft Wissenschaftler und starke Frauen. Der eisige Polarwinter in Grönland zeigt Sebastian mit einem arktischen Sturm seine Grenze auf. Und wie findet hier die Inuit-Familie Kunuk ihren Platz zwischen Tradition und Moderne? Und wie halten es Spitzenwissenschaftler an diesem unwirtlichen Ort aus? Im April schlägt sich Sebastian über zugefrorene Seen und Berge in den abgelegenen Südosten durch. Im Hundeschlitten durchs Eisbärengebiet. Straßen gibt es in Tinit - der Siedlung am Fjord - nicht. Aufgrund des Treibeises ist monatelang kein Versorgungsschiff gekommen. Wie leben die 87 Menschen in Tinit? Den einzigen Supermarkt verlässt der Vegetarier Sebastian jedenfalls hungrig. Während der Robbenjagd mit Jäger Salo Kunuk erlebt Sebastian, wie sich das Überleben der Ureinwohner in der Arktis verändert. Trotz seiner Urangst vor kaltem Wasser wagt sich Sebastian im Kajak zu den Eisbergen. Auswanderer Max aus Marseille wurde von den Inuit mit offenen Armen empfangen. Inzwischen ist der Franzose Lehrer der Dorfschule und baut mit seinen Schülern traditionelle Kajaks. Gelingt es Salo und Max die Jahrtausende alte Lebensweise der Inuit ins 21. Jahrhundert zu retten? Geografin Laura Schmidt nimmt Sebastian auf dem Schneemobil zur österreichischen Sermilik-Forschungsstation mit. Doch sie geraten in ein White Out. Beiden ist klar, dass bei so einem Sturm keine Rettungshubschrauber fliegen können. Völlig auf sich allein gestellt, dürfen sie nicht die Orientierung verlieren. Seit einem Jahr versuchen Physiker Andreas Trügler und Glaziologe Wolfgang Schöner von der Uni Graz ihre Station in Betrieb zu nehmen, doch durch die polaren Bedingungen verzögert sich die Inbetriebnahme immer weiter. Übernachtet wird in der Station nebenan von der Uni Kopenhagen. Fließend Wasser und Spültoilette gibt es genauso wenig wie in Tinit. Polarforschung ist kein Ponyhof, Sebastian tut fast kein Auge zu. Alarmierend ist der Zustand des Inlandeises, das ungefähr 80 Prozent von Grönland bedeckt. Denn wenn der drei Kilometer dicke Eispanzer komplett schmilzt, könnte der Meeresspiegel über sieben Meter steigen. Sebastian spricht mit den Forschern über ihre Messergebnisse. In der Hauptstadt Nuuk bekommt Sebastian zu spüren, dass Grönland ein Spielball geopolitischer Interessen ist. Seit US-Militärmaschinen unangekündigt am neuen Flughafen gelandet sind, werden Trumps Grönland Ambitionen als ernsthafte Bedrohung empfunden. Die einheimische Aviaja Fontain ist Teil der einheimischen MAGA-Bewegung, was in Grönland mit "Make Amerca Go Away" übersetzt wird. Ginge es nach der Inuit-Familienpolitik der ehemaligen dänischen Kolonialmacht, wäre Aviaja gar nicht auf der Welt. Bis in die 1970er Jahre wurden 4000 grönländischen Frauen und Mädchen ohne ihr Wissen Spiralen eingesetzt. Aviajas Mutter Hedvig war eine von ihnen. Trotzdem wurde sie später noch Mutter, doch die Traumata sitzen tief in der Familiengeschichte. In Grönland hat Sebastian am eigenen Leib erfahren, wie hart das Überleben in der Arktis sein kann. Aber wie muss das erst im Polarwinter, bei Minusgraden und Dunkelheit sein? Auf einer weiteren Reise wagt sich Sebastian zu einer der nördlichsten Siedlungen der Welt. Auf Spitzbergen geht im November die Sonne drei Monate lang nicht auf und es gibt mehr Eisbären als Menschen. Ein Hotspot des Klimawandels - denn die Insel weit nördlich des Polarkreises erwärmt sich schneller als der Rest der Welt. Doch was wird Sebastian von den Spitzenwissenschaftlern in der Forschungsstation des Alfred-Wegener-Instituts über unser Wetter in Europa lernen? Mit Stationsleiterin Alex Eickelmann und der preisgekrönten Polarfotografin Esther Horvath stapft Sebastian durch die Tundra, um Schneeproben zu nehmen. Im Sturm geht es durch den tiefen Schnee umgeben von 3000 Eisbären, an der Seite von zwei starken Frauen.

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