In "Mut zur Lücke", der zweiten Folge von "Unsere Wälder", geht Jan Haft der Frage nach, ob Deutschlands Wälder ideale Lebensräume für Tiere, Pflanzen und Pilze sind und wie sich die Vielfalt der Arten noch verbessern lässt. Wir alle lieben sie: unsere Wälder. Sie sind wahre Multitalente: Orte der Erholung und Inspiration, Holzlieferanten und Trinkwasserspeicher, sie regulieren das Klima, sind die Heimat tausender Pflanzen- und Tierarten und einfach nur schön und lebendig. Aber sind dichte Wälder tatsächlich "wilde Natur", Hotspots der Artenvielfalt? In Folge 2 seiner dreiteiligen Dokumentation "Unsere Wälder" begibt sich Naturfilmer Jan Haft erneut auf Spurensuche. In seinem persönlich erzählten Film stellt er die Frage, wie ein Wald aussehen sollte, in dem möglichst viele Tier-, Pflanzen- und Pilzarten leben. Alle unsere heimischen Wälder haben wir Menschen geprägt. Insbesondere Fichtenmonokulturen sind durch Borkenkäfer, Stürme und hohe Temperaturen geschwächt und liegen großflächig am Boden. Was für viele wie ein Desaster wirkt, ist für die Wälder tatsächlich ein Glücksfall. Vom Aussterben bedrohte Arten tauchen wie aus dem Nichts wieder auf: Luchse, Auerhühner, verschollen geglaubte Käfer und viele andere Arten vermehren sich sprunghaft. Andere, wie der Wolf, kehren zurück. Warum aber muss ein Wald erst sterben, damit sich die Natur erholen kann, damit Haselhuhn und Rothirsch und Auerhuhn zurückkehren? Mit seltenen wie fantastischen Naturaufnahmen plädiert Jan Haft in seinem Film für Wälder mit einem Mosaik aus dichtem und offenen Baumbewuchs. Es ist das Licht der Sonne, das aus einem dunklen grünen Kosmos ein Paradies macht. Die Liste der Arten, die von diesem Wandel profitieren, ist lang.
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