Zaatari - Leben im Nirgendwo
24.07.2018 • 23:35 - 01:05 Uhr
Report, Dokumentation
Lesermeinung
Mohammad Al-Jaukhadar bemalt die Wohncontainer in dem Flüchtlingslager Zaatari, um etwas Farbe in das eintönige Camp zu bringen.
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Der Ingenieur Ricardo Vargas (re.) hat das Flüchtlingslager Zaatari im Jahr 2012 mit aufgebaut. UNHCR-Mitarbeiter Gavin White (li.) koordiniert die über 40 Hilfsorganisationen, die dort tätig sind.
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Das Flüchtlingslager Zaatari wurde im Jahr 2012 mitten in der jordanischen Wüste errichtet. Heute leben dort 80.000 syrische Flüchtlinge.
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Landwirt Bader Al-Shilbi konnte aus seiner Heimat nur eine Handvoll Erde mitnehmen. Wenn er sie in Zaatari auf seine Pflanzen streut und alles gießt, riecht es nach Syrien.
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Ahmad Harb lebt mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen im Flüchtlingslager Zaatari. Die Familie möchte nach Kanada ausreisen.
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Fatima Ahmad Al-Dabaas (li.) gibt im Flüchtlingslager Zaatari Fotokurse für Kinder und Jugendliche. Sie wird von der Hilfsorganisation IRD unterstützt.
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Hint
Online verfügbar von 24/07 bis 31/07
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2017
Report, Dokumentation

Aus Wochen wurden Jahre

Von Hans Czerny

Nach dem Ausbruch des syrischen Bürgerkriegs wurde 2012 in der jordanischen Wüste für Flüchtlinge das Lager Zaatari errichtet. 80.000 Flüchtlinge leben dort.

Etwa 80.000 syrische Flüchtlinge beherbergt die Container- und Zeltstadt mitten in der jordanischen Wüste. Sie alle flüchteten vor dem Bürgerkrieg in ihrer Heimat, inmitten von Bombenangriffen und Feuergefechten. Zaatari wurde im Juli 2012 als provisorisches Flüchtlingscamp gebaut. Für Wochen gedacht, wurden Monate und Jahre daraus. Die Dokumentation "Zaatari – Leben im Nirgendwo" (2017, Erstausstrahlung) porträtiert Menschen, die sich im Lager zurechtfinden müssen: den Maler, der Container mit Wandbildern bemalt, die seine Erinnerung an die alte Heimat festhalten, den Landwirt, der ein wenig syrische Erde auf seine Pflanzen streut, die Fotografin, die das Fotografieren im Lager lernte.

Das Fotografieren hilft der mit einer Nikab verschleierten Fatima, die Erlebnisse aus der Vergangenheit zu verarbeiten. "Ich mag das Lager", sagt sie, "manchmal ist es hier schön, manchmal nicht". Kinder fotografiert sie am liebsten. "Man kann sich hier schnell verlaufen", sagt sie, indem sie die staubigen Straßen des Lagers durchstreift, "man sucht und sucht".


Quelle: teleschau – der Mediendienst

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