Der Seefahrer Christoph Columbus will westwärts nach Indien reisen und den Seeweg in das ferne Land erschließen. Statt dessen landet er auf der Insel San Salvador. Als er zurück nach Spanien segelt, lässt er einige seiner Männer auf dem Eiland zurück, die von den Eingeborenen niedergemetzelt werden. Während Columbus sich mit den Eingeborenen aussöhnen will, strebt der junge Adelige Moxica einen Rachefeldzug gegen die Ureinwohner an...

Am 12. Oktober 1492 setzte "Indien"-Seefahrer Christoph Columbus seinen Fuß vor San Salvador (Südamerika) in die neue Welt. Rechtzeitig zum 500. Columbus-Jubiläum kam Ridley Scotts bildgewaltiges Meisterwerk mit Unterstützung des französischen Kultusministers Jack Lang in die Kinos. Die geschickten Planungen schürten Misstrauen und ließen besonders kritisch hinschauen. Nicht notwendig, wer großes Kintopp sehen will: Erfolgsregisseur Scott, der für so tolle Filme wie den Sciencefiction-Thriller "Alien - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt", das Spektakel "Blade Runner" oder das Roadmovie "Thelma & Louise" verantwortlich zeichnet, gelang mit Kameramann Adrien Biddle einmal mehr ein Aufsehen erregender Kinofilm. Die Besessenheit und die Ausdauer, mit der Columbus sein ehrgeiziges Ziel verfolgt, nimmt man Depardieu gerne ab. Im übrigen sind die Bilder für einen Historienfilm im engeren Sinne eine Spur zu grandios. Der ungestüme Columbus glaubt im Film wirklich an eine friedliche Eroberung und wird natürlich eines Besseren belehrt. Deswegen empfiehlt sich dieser Film nicht gerade für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren (FSK). Die Filmmusik schrieb Vangelis, der dafür für einen Golden Globe nominiert wurde. Das Columbus-Thema wurde im Juliläumsjahr bereits zuvor in einem Spielfilm verarbeitet: "Christopher Columbus: Der Entdecker".

Foto: Concorde