Gangster Tom Connors muss in den Knast. Das ficht ihn kaum an, denn als Top-Mann seiner Branche kann er sich auch hinter Gittern auf einflussreiche Freunde verlassen. Doch am Gefängnisdirektor Long beißt er sich die Zähne aus: Connors wandert so lange in Isolationshaft, bis er sich freiwillig zur Arbeit meldet. Langsam geht eine Wandlung in ihm vor, und so schickt man ihn gar in Hafturlaub. Doch da erschießt seine Freundin Kay in Notwehr einen zudringlichen Politiker - Connors will die Schuld auf sich nehmen und damit den elektrischen Stuhl riskieren...

In den Dreißigerjahren erfreute sich der Knastfilm einer gewissen Beliebtheit. Es entstanden Meisterwerke wie "Jagd auf James A." (1932) von Mervyn LeRoy oder "Das Strafgesetzbuch" (1931) von Howard Hawks. Sogar Laurel und Hardy verschlug es 1931 in "Wir bitten um Gnade" hinter Schloß und Riegel. Michael Curtiz, "Casablanca"-Regisseur und in beinahe allen Genres zu Hause, muss sich mit seinem sozialkritischen Sing-Sing-Film hinter den Klassikern durchaus nicht verstecken. Es regiert ungeschminkter Realismus, doch es ist vor allem Spencer Tracy, der das Werk zu Leben erweckt.